Heiße Tage

Wr. Neustadt: Klimaanlagen für "coole Kids"

Hitzefrei war gestern – Wiener Neustadt setzt auf coole Köpfe statt schwitzender Klassenzimmer.
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Unter dem Motto „Heiße Tage – coole Kids" startet die Statutarstadt Wiener Neustadt eine groß angelegte Klimaanlagen-Offensive für Kindergärten und Schulen. Rund 300.000 Euro investiert die Stadt in den kommenden zwei bis drei Jahren, ein Teil davon ist bereits im Budget 2027 fix eingeplant.

Sonnenkraft gegen Hitzewellen

Das Besondere am Konzept: Die Kühlung kommt zum Großteil direkt von der Sonne. Die Klimageräte werden überwiegend an Photovoltaikanlagen gekoppelt oder beziehen ihren Strom aus der städtischen Energiegemeinschaft. Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP), Vizebürgermeister Rainer Spenger, Stadtrat Philipp Gerstenmayer und Gemeinderat Kanber Demir sehen darin einen Meilenstein: „Als Stadt tragen wir die Verantwortung, unsere Infrastruktur zukunftsfähig und krisenfest zu machen." Lebensqualität, Generationengerechtigkeit und Umweltschutz gingen hier Hand in Hand.

Kühler Kopf fürs Klassenzimmer

Bildungsstadtrat Philipp Gruber bringt es auf den Punkt: „Nur wer einen kühlen Kopf bewahrt, kann unbeschwert spielen, lernen und sich konzentrieren." Profitieren sollen davon nicht nur die Kinder, sondern auch die Pädagoginnen und Pädagogen im Alltag.

Kindergärten zuerst am Zug

Weil die 25 Landeskindergärten fast durchgehend geöffnet bleiben, haben sie Vorrang: Vier Standorte verfügen bereits über Klimaanlagen, drei weitere über Lüftungsanlagen. An den restlichen Standorten läuft die schrittweise Nachrüstung über die nächsten zwei bis drei Jahre, wobei jene Kindergärten mit Ferienbetreuung 2027 vorgezogen werden. Das Sonderbudget dafür beträgt 283.500 Euro.

Schulen setzen auf Schwerpunkte

Bei den Schulen, die im Sommer größtenteils leer stehen, geht die Stadt gezielt vor: Die Herta Firnberg Schule bekommt 2027 eine passive Kühlung um rund 30.000 Euro, die Dkfm. Rudolf Scheicher Schule erhält für 10.000 Euro eine klassische Klimaanlage, weil dort die Sommerferienbetreuung stattfindet. Die Volksschule Hans Barwitzius folgt bis 2028, sobald sie im Wechsel mit der Scheicher-Schule zum Ferienstandort wird.

Auch der Bund soll mitziehen

Die bunte Stadtregierung bleibt aber nicht bei der eigenen Investition stehen: In der Gemeinderatssitzung am 14. September bringt sie eine Resolution ein, die Bund und Land auffordert, Förderungen für solche Klimamaßnahmen bei Neubauten und Nachrüstungen zu schaffen.

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