Forderungen

Hitze & Skandale: Wiener Grüne rechnen mit SPÖ ab

Parteivorsitzende Judith Pühringer und Parteivorsitzender Peter Kraus.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Zum Auftakt des politischen Herbstes üben die Wiener Grünen scharfe Kritik an der SPÖ-Stadtregierung und Bürgermeister Michael Ludwig.
OE24 auf Google bevorzugen

Parteivorsitzende Judith Pühringer wirft Bürgermeister Ludwig vor, bei Krisen abzutauchen: "Die Hinterzimmer- und Weinkellerpolitik – mit Packelei, Postenschacher und Frauenverachtung – darf 2026 nicht mehr sein."

Ein Hauptkritikpunkt ist das Management der sommerlichen Rekordhitze. Parteivorsitzender Peter Kraus kritisiert: "Die Stadtregierung war nicht vorbereitet, sie war hilf- und planlos." Gefordert werden ein Hitzeschutzplan, schnelle Entsiegelungen und 100.000 neue Bäume für Wien.

"Symptom eines Systems"

Ebenso prangert die Partei Skandale im Marktamt (MA 59) und die Causa Ruck an. Zu den Vorwürfen von Rassismus und Sexismus in der MA 59 betont Pühringer, dies sei "das Symptom eines Systems" des Wegschauens, und verlangt umfassende Aufklärung vom Bürgermeister. Gegen befürchtete Privatisierungen von Gemeindewohnungen wird ein rechtlich verankertes Wohnungsschutzgesetz gefordert.

Diese Themen prägen auch die Herbst-Initiativen der Grünen: Geplant sind ein Sondergemeinderat zum Hitzeschutz, die Aufklärung der Missstände im Marktamt sowie der parlamentarische Kampf gegen drohende Sozialkürzungen bei Pflege und Behindertenhilfe. Weitere Schwerpunkte umfassen Aktionen für autofreie Schulvorplätze, bessere Öffi-Alternativen während der Stammstreckensperre, die Fortsetzung der Anti-Lobautunnel-Kampagne sowie die Vernetzungsaktion "Neue Grätzel" für Bewohner in den Außenbezirken.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden