"Mir taugts ned!"
Ist das der Spionage-Ventilator von Putin?
Wien. Ein aktuelles Messergebnis liefert nun neue Erkenntnisse zur Lärm-Ursache auf dem Areal der Russischen Botschaft: Nachdem die Baupolizei vergangene Woche zwei Dachventilatoren im Bereich der Reisnerstraße als Quelle des surrenden Geräusches ausfindig machen konnte, folgten weitere Schritte. Der Gesundheitsdienst der Stadt stellte am Freitag fest, dass die Lärm-Belästigung die Gesundheit gefährdet, und am Montag informierte die MA 37 das Außenministerium darüber, dass für die beiden Ventilatoren keine behördliche Genehmigung vorliegt.
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Ärger über das störende Dauergeräusch
Unter den Anrainerinnen und Anrainern sorgt das hochfrequente, an einen Generator erinnernde Geräusch für erhebliche Frustration und schlaflose Nächte. "Mir taugts ned", bringt ein Betroffener laut "ORF Wien heute" die angespannte Stimmung auf den Punkt.
Eine Anrainerin legte dem "Wien heute"-Team ein Video vom Wochenende mit dem surrenden Geräusch vor.
Laut APA-Beobachtungen sei das Geräusch mit auffälliger Komponente um etwa 790 Hertz in der zweiten Tageshälfte des Freitag plötzlich verschwunden und auch am Samstagabend nicht mehr zu vernehmen gewesen.
Experte warnt vor voreiligen Spekulationen
Während über mögliche Spionage- oder Geheimdiensthintergründe gemutmaßt wird, mahnt der Historiker und Geheimdienstforscher Dieter Bacher gegenüber "Wien heute" zur Zurückhaltung: Man müsse die Situation erst exakt prüfen, "bevor man von einem nachrichtendienstlichen Hintergrund ausgeht".
Diplomatischer Weg als einzige Option
Die Überprüfung vor Ort gestaltet sich allerdings knifflig, da österreichische Behörden das unter russischer Hoheit stehende Gelände nicht betreten dürfen. Nun liegt es am Außenministerium, eine Lösung auf diplomatischem Weg einzufordern.
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