Bauentscheid

"Wiesenpark Breitenfurt" kommt doch!

So soll der "Wiesenparkt Breitenfurt" einmal aussehen.
© Hawlik Gerginski Architekten ZT GmbH
Breitenfurt baut trotz zweimaligem Nein: Aus Sicht einer Bürgerinitiative "drückt der Gemeinderat" das Wohnprojekt durch. Die Rede ist von "gebrochenen Versprechen".
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Die Bevölkerung sagte zweimal Nein. Der Grund: Die Gemeinde würde auf einen Schlag stark wachsen. Der Gemeinderat sagte am Montag aber trotzdem Ja: ÖVP, SPÖ und NEOS haben in Breitenfurt (Bezirk Mödling) mit knapper Mehrheit den Weg für das umstrittene „Wiesenpark"-Projekt frei gemacht. Auf Grund des großen Interesses wurde die Sitzung als Livestream übertragen. Der Bebauungsplan wird geändert, die Bausperre fällt, die Widmung wird angepasst.

Auf der rund zehn Hektar großen Wiese entstehen bis zu 310 Wohnungen, bei kleineren Einheiten sogar bis zu 374. Die Begrenzung soll für maximal 33.000 Quadratmeter Wohngeschoßfläche gelten. Die Bevölkerung lehnte das Projekt zuvor in zwei Volksbefragungen deutlich ab. Ohne Bebauungsplan wären "deutlich höhere Wohnungszahlen denkbar gewesen", schreiben NEOS in einer Stellungnahme.

Auf dieser Wiese soll das Bauprojekt in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
Auf dieser Wiese soll das Bauprojekt in den nächsten Jahren umgesetzt werden. © Hawlik Gerginski Architekten ZT GmbH

Wortbruch?

Bürgermeister Wolfgang Schredl (ÖVP) bezeichnete die Ergebnisse der Befragungen selbst als verbindlich und versprach, sein Bestmögliches zu tun. „Was ist von diesem Versprechen geblieben?", fragt die Bürgerinitiative „Zukunft Breitenfurt" und zeigt sich „fassungslos".

Gegner warnen seit Jahren vor dem Wachstum auf einen Schlag. Zudem spielt die Fläche eine wichtige Rolle für den Hochwasserschutz.

Druck von oben

Plan für die Bebauung.
Plan für die Bebauung. © Hawlik Gerginski Architekten ZT GmbH

Den Zeitdruck machte die ÖGK: Sie verlangte per Mail eine Entscheidung bis 28. September, sonst prüft sie andere Standorte für die geplante Primärversorgungseinheit. Diese soll jetzt also auch dort umgesetzt werden.

Schredl verteidigt den Beschluss: Damit ende der Rechtsstreit mit Eigentümerin Bettina Breiteneder, und die Gemeinde erhält 6,5 Millionen Euro für Schule und Kindergarten. Vorgesehen sind außerdem ein öffentlicher Park, und eine 600 Quadratmeter große zusätzliche Spielfläche für den Kindergarten; Versickerungsflächen, Gründächer sowie Tiefgaragen anstelle großflächiger oberirdischer Parkplätze.

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