Grant-Stadtkarte

Wiener Suderplan: Das nervt die Wiener am meisten

So stellt man sich einen durchschnittlichen Wiener vor.
© Getty Images
Der digitale "Wiener Suderplan" sammelt seit Oktober alltägliche Ärgernisse der Wiener. Dabei entsteht allerhand lustiger, fanatischer und nachempfindbarer Grant.
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Nutzer können online anonym in zwölf Kategorien meckern. Dabei gilt laut Mitbegründer Lovro Koncar-Gamulin gegenüber Kurier eine klare Grenze: "Nur sudern ist erlaubt, aber kein Hass."

Das Projekt des Start-ups City Layers will Bürgerbeteiligung digital und niederschwellig gestalten. Koncar-Gamulin erklärt die Idee dahinter: "Wien wird immer wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt, ist aber auch die Welthauptstadt des Grants. Mit dem Suderplan bringen wir diese beiden Gegenteile zusammen."

Über das beschweren sich die Wiener

Grant: "Dass man es nicht schafft, alte Möbeln, Matratzen etc. zum Mistplatz zu bringen... stattdessen bringt man sie in den Innenhof und lässt sie dort verrotten..."

Beisl und Kafeehaus: "Nächtlicher Lärm durch Lokalbesucher, die sich fast jede Nacht bis 4.00!! früh laut vor einem Lokal unterhalten! Bitte lasst uns Anrainer:innen endlich in Ruhe schlafen!!"

Radler: "Radfahrer glauben, die Fußgänger, die vor der Ampel warten, dienen als Slalomstangen für Geschicklichkeitsübungen. Manche kommen so rasch vom Stadtpark, dass es mich immer wieder wundert, dass hier nicht mehr geschieht. Gerne mit Vulgär-Kommentaren der Radler."

Remasuri: "Wo sind die ganzen Liegen und Sessel aus dem Döblingerbad hin? Vor dem Umbau warens noch mehr! Hat man die versehentlich mit einbetoniert?"

Grätzl-Gfrett: "Die Wasserlacke im Park gibt es seit Monaten und macht jetzt schön langsam alle Jahreszeiten mit. Dass es sie überhaupt gibt, darf auch nicht wundern, weil ständig die hügeligen Grünflächen gegossen werden, auch bei Regen!"

Tschesnlenker: "WARUM tun diese gschissenen (Sport)autos immer da durchrasen als wär ihnen der Teufel am Hintern? Wir sind hier in der Innenstadt, ned am Spielberg."

Non-Profit-Projekt mit großem Nutzen

Bis Jahresende soll ein "Suder-Report" samt Heatmap erscheinen, die zeigt, wo der Grant am größten ist. Die gesammelten Daten sollen der Stadtforschung und den Wiener Linien helfen. Das komplett privat finanzierte Projekt dient jedoch primär der Unterhaltung: "Damit werden wir zu 100 Prozent nie Geld verdienen", lacht Koncar-Gamulin.

Über folgenden Link können Suder-Meldungen auf der Wien-Karte gepostet werden:

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