Nations League

Wembley-Kracher! England bläst zur Jagd auf Weltmeister Spanien

Duell der Superstars: Jude Bellingham gegen Lamine Yamal.
© Getty Images
Zwei Monate nach dem WM-Triumph von East Rutherford ist Spanien zurück auf der großen Fußball-Bühne – erstmals als Weltmeister. Von Katerstimmung will Luis de la Fuente nichts wissen. Zum Nations-League-Auftakt wartet am Samstag (20.45 Uhr/live auf DAZN) im ausverkauften Wembley ausgerechnet England.
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"Es ist eine neue Geschichte, ein neuer Film. Und wir wollen die Stars dieses neuen Films sein", kündigte der 65-jährige Teamchef an. Für De la Fuente hat die Nations League dabei eine besondere Bedeutung: Seit er Spanien im Dezember 2022 übernahm, führte er "La Roja" zum Nations-League-Titel 2023, zum EM-Triumph 2024 und schließlich zum WM-Coup 2026. Mittlerweile ist Spanien seit 38 Spielen ungeschlagen, in 50 Partien unter De la Fuente gab es nur zwei Niederlagen – Elfmeterschießen nicht eingerechnet.

Satt ist Spanien deshalb längst nicht. Gerade das Duell mit England soll zeigen, ob die Erfolgsmaschine sofort wieder auf Touren kommt. "Gegen England im Wembley zu spielen – da brauchst du keine weitere Motivation", weiß De la Fuente. Gleichzeitig warnt er: "Nichts, was wir bisher erreicht haben, wird uns helfen, England zu schlagen." Als Weltmeister ist Spanien schließlich der Gejagte.

Tuchel will 2028 den Heim-Triumph

Auch England hat Großes vor. Nach dem bitteren WM-Aus im Halbfinale gegen Argentinien (1:2) will Thomas Tuchel keinen Neustart ausrufen, sondern auf einem "soliden und wertvollen Fundament" aufbauen. Eine Personaldebatte in britischen Medien ließ den Deutschen dabei kalt: An seiner Zukunft habe er nie gezweifelt, während der WM habe er stets die volle Unterstützung seiner Vorgesetzten gespürt. Und dann ist da noch die Revanche für das EM-Finale 2024: Damals setzte sich Spanien in Berlin mit 2:1 gegen England durch.

Sein großes Ziel ist ohnehin schon gesetzt: Bei der Heim-EM 2028 soll England den zweiten großen Titel nach dem WM-Triumph 1966 holen. Der Weg dorthin beginnt ausgerechnet gegen den Weltmeister. "Wir wollen ein Zeichen setzen", kündigte Tuchel an. Allerdings fehlen ihm Cole Palmer, Declan Rice und Marcus Rashford. Anthony Gordon setzt deshalb auf englische Tugenden: körperbetonter Fußball, direkte Angriffe und schnelle Konter.

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