Schock-Fund

Totes Baby in Kühltasche entdeckt

© Getty Images
Ein grausiger Fall erschüttert Griechenland: In Athen wurde ein totes Baby in einer Kühltasche entdeckt. Die Eltern sitzen in Untersuchungshaft – nun werden immer mehr erschütternde Details bekannt.
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Am 30. August machten Ermittler in Athen einen schockierenden Fund. In der Wohnung einer Familie entdeckten sie den Leichnam eines Babys – versteckt in einer Kühltasche.

Bei den Eltern handelt es sich um Natascha G. (38) und Vassileios S. (43). Beide befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Entdeckt wurde die Leiche laut BILD bei einer Zwangsräumung der Wohnung. Das Paar soll dort allerdings erst seit wenigen Monaten gelebt haben.

Zunächst hatten die Eltern gegenüber den Behörden angegeben, ihr Baby habe ständig geschrien und sei anschließend eines natürlichen Todes gestorben.

Baby soll seit 2022 tot gewesen sein

Jetzt kommt eine neue, besonders verstörende Wendung: Wie BILD vom Anwalt der Eltern erfuhr, soll das Baby bereits seit 2022 tot sein.

Das würde bedeuten, dass die Eltern über Jahre hinweg mit dem Leichnam ihres Kindes gelebt und ihn bei ihren Umzügen mitgenommen haben sollen.

Laut dem Hamburger Anwalt Christos Psarras (27) wechselte das Paar im Schnitt alle vier bis fünf Monate die Wohnung. Die Unterkünfte sollen sie über Airbnb gemietet haben. Demnach könnten Natascha G. und Vassileios S. insgesamt etwa zehn bis zwölf Mal umgezogen sein.

Leichnam von Kühlschrank zu Kühlschrank

Besonders unfassbar ist die Schilderung des Anwalts zum Umgang mit dem Leichnam.

"Wenn sie eine Wohnung verlassen hatten, holten sie immer das Baby aus dem einen Kühlschrank raus und legten es in den Kühlschrank in der neuen Wohnung rein", sagt Psarras gegenüber BILD.

Warum das Paar die Polizei nicht verständigte und stattdessen jahrelang mit dem toten Baby weiterzog, ist weiterhin eine zentrale Frage.

Der Anwalt erklärt das Verhalten seiner Mandanten damit, dass sie das Andenken an ihr Kind hätten bewahren und es beerdigen wollen. Das sei jedoch nicht möglich gewesen, weil weitere Personen in den Fall verwickelt gewesen seien.

Baby soll zehnmal mit Messer gestochen worden sein

Noch schwerer wiegt eine weitere Aussage der Eltern. Laut ihrem Anwalt räumen Mutter und Vater inzwischen ein, dass ihr damals etwa acht Monate altes Baby durch zahlreiche Messerstiche getötet wurde. Die Rede ist von zehn Messerstichen.

Die Eltern sollen allerdings behaupten, dass nicht sie selbst für den Tod verantwortlich seien. Laut Psarras soll eine dritte Person aus der weiteren Verwandtschaft die Stiche verursacht haben.

Die Eltern sitzen in Griechenland in Untersuchungshaft. © Getty Images

"Diese wurden nach Darstellung meiner Mandanten von einer dritten Person verursacht, die in den vorliegenden Fall verwickelt war", sagt der Anwalt zu BILD.

Wer diese Person sein soll und welche Rolle sie tatsächlich gespielt haben könnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Baby hieß Leonidas

Nach Angaben des Anwalts hatte der Bub einen Namen: Leonidas. Der Name erinnert an den legendären König von Sparta, der 480 vor Christus in der Schlacht bei den Thermopylen starb.

Der Anwalt betont zudem, dass das Baby gesundheitliche Probleme gehabt habe. Es sei von einem Arzt untersucht worden. Es gebe auch Beweismittel für diese gesundheitlichen Probleme.

Die Eltern hatten zuvor gegenüber den Behörden von einem natürlichen Tod gesprochen. Die nun eingeräumten Messerstiche stehen damit im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen.

Eltern lebten zuvor in Hamburg

Das Paar soll sich laut seinem Anwalt in Hamburg kennengelernt haben. Nach BILD-Recherchen meldete sich Natascha G. bereits 2012 in Deutschland ohne neue Anschrift ab.

Vassileios S. war demnach bis 2024 in Hamburg gemeldet. BILD suchte seine letzte bekannte Adresse auf. Nachbarn berichteten, dass in der Zweizimmerwohnung mehrere Erwachsene und Kinder gelebt hätten.

Natascha G. soll zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits mit ihren weiteren Kindern im Alter von neun, zwölf und 15 Jahren in Griechenland gelebt haben. Das erklärte ihr Anwalt.

Inzwischen ermittelt auch das LKA Hamburg gegen Natascha G. und Vassileios S.

Die Eltern sitzen in Griechenland in Untersuchungshaft. Welche Rolle sie selbst beim Tod ihres Babys gespielt haben und was es mit der von ihnen genannten dritten Person auf sich hat, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

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