PFAS-Gefahr

"Krebsturbo": VTA-Chef Kubinger fordert Grenzwerte für Mikroplastik

Ulrich Kubinger mit Tochter Marlen
© VTA Group
Kubinger bezeichnet die Ewigkeitschemikalien PFAS als "Krebsturbo".
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Das Abwasserentsorgungsunternehmen VTA aus Rottenbach (Bez. Grieskirchen) entfernt mit der Nanocarbon-Methode Mikroplastik und PFAS-Rückstände aus Wasser - und das laut eigenen Angaben effizienter und kostengünstiger als bestehende Verfahren. Man übernehme dafür auch die Garantie, so Firmengründer Ulrich Kubinger in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz. Das Verfahren werde bereits in 100 von 2.000 Kläranlagen in Österreich eingesetzt.

Konkret geht es um die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) der EU, die bis Mitte kommenden Jahres in nationale Gesetze gegossen sein sollte und die Betreiber von Kläranlagen verpflichtet, mindestens 80 Prozent der Mikroschadstoffe zu entfernen. Hier würden viele Betreiber auf die sogenannte vierte Reinigungsstufe mit Ozonierung oder Aktivkohlefilter setzen, erklärte Kubinger. Ein Problem: Der Bau sei teuer und überfordere die kommunalen Haushalte.

Großes Problem: Reifenabrieb

Der bekannte Umwelt-Pionier kritisiert, dass es für Mikroplastik und PFAS nur Richtwerte und keine echten Grenzwerte gebe, obwohl sie ein "Krebsturbo" seien. Eine besonders große Quelle sei der Reifenabrieb, der über den Kanal schließlich in der Kläranlage lande.

Kein Trinkwasser Toilette runterspülen

Junior-Chefin Marlen Kubinger sieht nicht nur durch die Dürrezeiten eine weitere Umstellung unumgänglich: "Für Toiletten muss Brauchwasser statt Trinkwasser verwendet werden."

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