Konsolidierung
FPÖ Linz will nach Welser Vorbild sparen
"Die Schulden der Stadt sind auf über eine Milliarde Euro gestiegen. Dieser Schuldenberg kostet die Linzer allein heuer 26 Millionen Euro Zinsen", sagt Stadtrat Michael Raml (FPÖ). Sparpotentiale liegen aus seiner Sicht nicht nur innerhalb des Magistrats, sondern auch in den ausgelagerten Unternehmen. "Die Stadt Wels unter Bürgermeister Andreas Rabl ist ein echtes Vorbild, wie man Finanzen sanieren und gleichzeitig eine Stadt aufwerten und die Bürger begeistern kann. So will ich auch Linz wieder in Ordnung bringen“, kündigt Raml bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rabl am Dienstag an.
Die Erfolgszahlen von Wels. Die Schulden sanken von 69,2 Mio. Euro im Jahr 2015 auf 2,8 Mio. Euro im Jahr 2027. Die Rücklagen stiegen von 18,6 Mio. Euro im Jahr 2015 auf 122 Mio. Euro im Jahr 2025. Die Pro-Kopf-Verschuldung reduzierte sich von 1.160 Euro auf 43 Euro im Jahr 2027. Zwischen 2015 und 2026 wurden kumuliert rund 232 Mio. Euro investiert. Bürgermeister Andreas Rabl dazu: "Das Entscheidende ist: Wir sind de facto Schulden frei und haben gleichzeitig investiert. Gespart haben wir in der Verwaltung." Gemeinsam mit externen Beratern wurden mehr als 400 mögliche Einsparungsmaßnahmen untersucht. Es wurde daraufhin die Verwaltungsstruktur gestrafft, die Abteilungen von 12 auf zehn reduziert, die Dienststellen fast halbiert und zentrale Bereiche wie Einkauf, Facility Management sowie Controlling neu organisiert. Den Führungskräften wurde das Ziel gegeben, fünf Prozent der Personalkosten in einem Zeitraum von zwei Jahren einzusparen.
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Kahlschlag im Kulturbudget
"Das Kulturbudget der Landeshauptstadt Linz beträgt derzeit über 40 Mio. Euro und damit etwa fünf Prozent des Gesamtbudgets. Im Vergleich dazu wendet die Stadt Wels – trotz oder gerade mittels bestens besuchter Kulturveranstaltungen – nicht einmal zwei Prozent ihres Budgets für Kulturangebote auf. Das städtische Kulturbudget soll daher mittelfristig redimensioniert und um bis zu 50 Prozent reduziert werden" nennt Raml einen seiner Vorschläge, den er am 1. Oktober in der Konsolidierungsklausur einbringen wird.
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