Unter anderem Riad

Houthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien

Dichter schwarzer Rauch steigt hinter einem gelben Gebäude in die Luft, vermutlich bei einem Brand.
© APA/AFP/@HEY_ITSMYTURN/X/-
Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad.
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Ein Houthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen "sensible Ziele" in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst.

Die Berichte ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es Luftalarm in Riad gegeben, wobei in der Nähe des internationalen Flughafens schwarzer Rauch aufstieg. Anrainer der Hauptstadt berichteten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag zudem von Explosionen. Ein AFP-Journalist beobachtete, wie Feuerwehrleute in der Nähe des Flughafens versuchten, einen brennenden Tank mit dem Logo des saudi-arabischen Ölriesen Aramco zu löschen.

Die Website Flightradar24 zur Beobachtung des Luftverkehrs meldete größere Schwierigkeiten am Flughafen von Riad. Es gebe Flugstreichungen und Verspätungen. Zum ersten Mal seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe mit der vom Iran unterstützten Houthi-Miliz im Jemen hatten saudi-arabische Behörden in der Nacht eine Warnung vor Angriffen auf Riad herausgegeben.

Houthis hatten Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt

Die Houthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Die gegenseitigen Angriffe der verfeindeten Lager nahmen daraufhin stark zu.

Jemenitische Armee stoppt Infiltrationsversuch der Houthi-Miliz

Die Streitkräfte der von Riad unterstützten Regierung des Jemen gaben unterdessen auf der Plattform X bekannt, dass sie einen Infiltrationsversuch der Houthi-Miliz im Süden der ölreichen jemenitischen Provinz Marib vereitelt hätten. Dabei seien zwölf Huthi-Kämpfer getötet und weitere verletzt worden. Die übrigen Houthi-Kämpfer seien aus dem Gebiet geflohen.

Die Houthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt dagegen die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Houthi. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 kamen die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen. Nach den neuen Gefechten ist diese Feuerpause nun praktisch hinfällig. Am Freitag hatte die UNO mitgeteilt, dass die neuerlichen Kämpfe 120.000 Menschen in die Flucht getrieben hätten.

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