Wirbel

FPÖ-Chef Kickl trifft Israels Likud-Politiker

Ein Mann im Anzug und roter Krawatte spricht vor dunklem Hintergrund auf einer Veranstaltung.
© APA/EXPA/ JOHANN GRODER
Bei einer Konferenz im EU-Parlament sitzen FPÖ-Chef Kickl und zahlreiche führende Vertreter der Netanjahu-Partei aus Israel eng beisammen. Nicht jeder in Israel begrüßt die Annäherung.
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Die "Freundschaft zur FPÖ" betonen am Mittwoch zahlreiche führende Vertreter der Netanjahu-Partei Likud aus Israel bei einem Treffen in Straßburg. Von rechtskonservativ ist die Netanjahu-Partei mittlerweile an den rechtsextremen Rand abgedriftet. Sie koaliert mit Ministern, die offen zur Vernichtung der nicht jüdischen Menschen in Gaza und im Westjordanland aufgerufen haben.

FPÖ-Chef Herbert Kickl saß am Mittwoch mit israelischen Politikern an einem Tisch in Straßburg, als Ergebnis monatelanger Vorbereitungen durch FPÖ-EU-Abgeordneten Harald Vilimsky.

Neben FPÖ-Chef Herbert Kickl nahmen auch Vertreter anderer rechter Parteien in Europa wie der ungarischen FIDESZ oder spanischen Vox-Partei teil, dazu auch ein Vertreter jüdischer Siedler im Westjordanland.

Islamismus als Thema

Vilimsky veranstaltete die Konferenz zu den Themen Antisemitismus, Antizionismus und Islamismus. Es kamen mehrere führende Vertreter des Likud, die meisten vom ausgesprochen rechten Rand der Partei.

Vilimsky sprach stolz von einer "Freundschafts-Achse", die er zu führenden Vertretern Israels geschlagen habe, da kümmerten ihn "die Linken in Wien" nicht, berichtet der Kurier über das Treffen.

Kickl betonte, dass er "kein Pauschalurteil" gegen Moslems fällen wolle, sprach aber von einer "alarmierenden Eskalation des Antisemitismus in Europa". Die FPÖ stehe an der Seite Israels, man werde das jüdisch-christliche Erbe in Europa verteidigen.

In Israel selbst ist der Widerstand gegen FPÖ-Vertreter noch längst nicht erloschen. Viele sehen die FPÖ mehr als kritisch. Die extrem rechte Likud-Partei unter Netanjahu betont jetzt die Freundschaft zu den heimischen Freiheitlichen.

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