Parteitreffen

Bei CSU-Söder: Stocker reißt Brandmauer ein

Ein Mann im Anzug spricht bei einer CSU-Pressekonferenz, im Hintergrund blaues Licht.
© APA/dpa/Sven Hoppe
Nach dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt hat der CSU-Parteivorstand über den Umgang mit Rechtspopulisten beraten. Österreichs Kanzler Christian Stocker war zu Gast und machte eine klare Ansage.
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Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) war bei der bereits länger geplanten Klausur des CDU-Parteivorstands zu Gast. Stocker, der Erfahrung im Umgang mit der FPÖ hat, sprach sich dabei gegen eine sogenannte Brandmauer aus. Diese nütze nichts mehr, wenn das Feuer zu heiß werde. In einem solchen Fall müsse der Brand gelöscht werden.

Drei Männer in Anzügen unterhalten sich in einem modernen Gebäude bei einer Pressekonferenz.
Christian Stocker und Markus Söder © IMAGO/Sven Simon

Kritik am bisherigen Kurs

Auch CSU-Chef Markus Söder erklärte bereits am Sonntagabend das Konzept der Brandmauer ein weiteres Mal für gescheitert. Eine Kooperation lehnt der CSU-Chef jedoch weiterhin strikt ab. Der falsche Weg sei jedoch eine Brandmauer "im Sinne von wir reden gar nicht über Inhalte, sondern verbannen sie in ein Eck und versuchen dann jenseits irgendwelche Mehrheiten zusammenzubasteln, ohne auf die Inhalte einzugehen". Die AfD wolle die Union vernichten.

Vergleich mit historischen Ereignissen

Der AfD-Sprecherin Alice Weidel bescheinigte Söder eine "preußische Brutalität". Zudem zog er einen Vergleich zu den 1930er-Jahren, als "unsere Vorgänger" eingeknickt seien. Damals habe nur die SPD gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten gestimmt. Söder betonte, er wolle sich nicht den Vorwurf machen lassen, nicht bis zuletzt gekämpft zu haben.

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