Getunte Luxusautos, aufheulende Motoren: Vor allem junge Männer drehen an Wochenenden ihre Runden im ersten Bezirk. Seit dem Sommer stellen sich Anrainer bei Protesten in den Weg, auch die Polizei kontrolliert verstärkt. Geholfen hat es kaum.
"Die 'Autoposer' fahren weiterhin ihre Runden. Was hier noch hinzugekommen ist, ist, dass das Verhalten auch etwas aggressiver geworden ist", schildert Anrainer-Initiatorin Marisol Eggenburg-Piber. Der Bezirk beantragte bei der MA 46 einen Probebetrieb für ein nächtliches Fahrverbot für Nichtanrainer.
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Hohe Hürden
ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler dämpft die Erwartungen: "Vor allem muss ein Erfordernis bestehen. Zusätzlich dürfen keine gelinderen Mittel existieren, die ich vielleicht ausschöpfen könnte, bevor ich ein solches strenges Verbot erlasse." Auch die Kontrolle ist offen: "Das kann kein einzelner Polizist mehr lösen. Da brauche ich automatisierte Überwachung."
Dafür fehlt laut Nagler die rechtliche Grundlage, ebenso für "Lärmblitzer". Sein Fazit: "Ich befürchte nur, dass die Erwartungen an die vorgeschlagenen Maßnahmen etwas zu hoch gegriffen sind." Schon 2006 und 2013 scheiterte Ursula Stenzel mit der Forderung an der MA 46. Jetzt liegt der Ball erneut beim Magistrat.
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