Großer Schaden

Amstetten: Ast auf Auto, Stadt zahlt nicht

Symbolbild: Das Auto war stark beschädigt.
© Getty Images
Mitte August erlebte eine Ybbser Familie einen Schock: Auf dem Parkplatz des Naturbads Hausmening stürzte ein massiver Ast auf ihr Auto und verursachte über 11.000 Euro Schaden.
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Da der Parkplatz der Stadt Amstetten gehört, forderte die Familie Schadenersatz. Die städtische Versicherung lehnte jedoch ab, da der Baum noch im Juni von einer Fachfirma kontrolliert worden sei und laut Gesetz keine Haftung bestehe.

Die Familie, deren eigene Teilkasko den Schaden ebenfalls nicht deckt, wehrt sich nun. "Uns geht es nicht darum, die Gemeinde öffentlich zu beschuldigen. Wir möchten vielmehr, dass die Angelegenheit einmal unabhängig und etwas genauer betrachtet wird", betont die Familie gegenüber ORF NÖ.

Schild erst nach Unfall

Kritisiert wird vor allem, dass Absperrungen und Warnschilder bezüglich Hitze und Trockenheit erst nach dem Unfall aufgestellt wurden: "Am Tag unseres Vorfalls gab es dort weder diese Absperrung noch dieses Warnschild." Die Stadt Amstetten verweist auf ihre regelmäßigen Kontrollen und die extreme Sommerhitze, die auch gesunde Bäume belaste, räumt aber ein: "Wir haben aber den Parkplatzbereich vorläufig als Vorsichtsmaßnahme gesperrt."

Für die betroffene Familie geht es neben den Kosten auch um die generelle Sicherheit auf öffentlichen Parkplätzen: "Was wäre, wenn jemand verletzt worden wäre?" Um den Fall endgültig klären zu lassen, hat sie nun die Volksanwaltschaft und die ORF-Redaktion des "Bürgeranwalts" eingeschaltet.

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