Nach Sommerhitze

Fisch-Sterben geht weiter: NÖ-Gewässer brauchen Regen

Tote Fische
© Getty Images
Die Lage in Niederösterreichs Gewässern spitzt sich trotz der zuletzt gefallenen Regenmengen weiter zu. Ohne anhaltende Niederschläge droht das große Fischsterben auch in den kommenden Monaten weiterzugehen.
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Der Sommer mit Rekordhitze und extremer Trockenheit hat den heimischen Fischbestand stark belastet. Viele Bäche, Teiche und Flüsse führten über Wochen deutlich zu wenig Wasser, gleichzeitig sank der Sauerstoffgehalt. Die Folge: Für viele heimische Fischarten wurde der Lebensraum zur Gefahr. Zwar haben kühlere Temperaturen zuletzt für eine leichte Entspannung gesorgt, eine nachhaltige Entwarnung gibt es aber nicht. "Es braucht deutlich mehr Wasser, um die Folgen des Sommers wieder auszugleichen", erklärt Gregor Gravogl, Landesgeschäftsführer des Fischereiverbands NÖ, gegenüber dem ORF.

Damit sich die Situation spürbar - und dauerhaft - verbessert, müssten die Gewässer über mindestens zwei Wochen mit leichtem Regen versorgt werden. Bleibt dieser aus, drohen Gravogl nach schwerwiegende Folgen, die weit über die Fischerei hinausgehen: Das Grundwasser wird knapp, was sich negativ auf die Landwirtschaft und damit verbunden auch auf die Versorgungssicherheit im Land auswirkt.

Problematisch ist die aktuelle Entwicklung zudem für junge Fischbestände. Fehlt der Nachwuchs, wirkt sich das in den kommenden Jahren direkt auf die Populationen aus. Große Hoffnungen ruhen deshalb auf Renaturierungsmaßnahmen, die Flüssen wieder mehr Platz und natürliche Beschattung geben sollen. Allein heuer stellte der Landesfischereiverband Niederösterreich dafür Förderungen von rund einer Million Euro bereit, dieselbe Summe soll auch im kommenden Jahr zur Verfügung stehen.

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