Seit 1. Oktober 2026 wird in Österreich bei Bestellungen über große Onlinehändler eine zusätzliche Paketabgabe verrechnet. Für Amazon-Kunden bedeutet das derzeit meist 2,40 Euro pro Bestellung inklusive Umsatzsteuer. Bislang waren regelmäßige Lieferungen im Rahmen des Spar-Abos von dieser Gebühr ausgenommen. Doch damit soll bald Schluss sein.
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Amazon kündigt die Änderung in einer Nachricht an seine Kunden an. Während die Spar-Abos vorerst zu den bisherigen Bedingungen weiterlaufen, soll die Paketsteuer ab 2027 auch für diese Lieferungen gelten. Einen genauen Starttermin hat der Onlinehändler noch nicht genannt.
Deutliche Mehrkosten
Die zusätzlichen Kosten könnten sich vor allem bei häufig genutzten Spar-Abos bemerkbar machen. Wer beispielsweise einmal im Monat Waschmittel, Kaffee, Tierfutter oder andere Alltagsprodukte geliefert bekommt, müsste bei einer Gebühr von 2,40 Euro pro Lieferung mit 28,80 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.
Ob Amazon die Abgabe tatsächlich bei jeder Spar-Abo-Lieferung in dieser Höhe verrechnet, ist noch offen. Das Unternehmen hat angekündigt, rechtzeitig über die konkreten Änderungen zu informieren.
Auch andere Onlinehändler betroffen
Die Paketsteuer gilt seit Oktober für große Versandhändler und Onlineplattformen, deren relevante Umsätze in Österreich die gesetzlich festgelegte Schwelle von 100 Millionen Euro überschreiten. Neben Amazon sind unter anderem Temu, Zalando, Otto, AliExpress und MediaMarkt betroffen.
Bei gewöhnlichen Amazon-Bestellungen wird die Gebühr bereits an der Kasse ausgewiesen. Sie fällt pro Bestellung an, unabhängig davon, wie viele Artikel gekauft werden oder auf wie viele Pakete sich die Lieferung verteilt.
Die vereinbarten Rabatte des Spar-Abos sollen grundsätzlich bestehen bleiben. Durch die zusätzliche Abgabe könnte der Preisvorteil regelmäßiger Bestellungen allerdings geringer ausfallen. Besonders bei günstigen Produkten machen sich die 2,40 Euro deutlich bemerkbar.
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