Berlin
AfD-Zentrale wird geräumt
Ein Sprecher der Partei bestätigte, dass er nun selbst von zu Hause arbeitet. Eine neue repräsentative Adresse nennt die Partei nicht. Im Impressum der Website steht weiter der alte Standort.
Der Konflikt begann am Abend der Bundestagswahl am 23. Februar 2025. Die AfD feierte im Innenhof des Gewerbebaus, projizierte ihr Logo auf die Fassade und ließ den Zugang stundenlang von der Polizei absichern. Vermieter Lukas Hufnagl von der Quercus GmbH kündigte: Hof und Außenfassade seien nicht mitvermietet, andere Mieter seien ausgesperrt worden. Er wollte die Partei fristlos aus drei Mietverträgen werfen, die seit 2022 liefen und eigentlich bis Ende 2027 gelten sollten.
Auch interessant
Kauf einer Immobilie scheiterte
Das Landgericht Berlin II urteilte im September 2025 differenziert. Die fristlose Kündigung sei ohne vorherige Abmahnung unwirksam. Ein vertragliches Sonderkündigungsrecht greife aber. Deshalb muss der Großteil der Flächen zum 30. September 2026 frei sein, weitere Teile zum 30. November und 31. Dezember – ein Jahr früher als geplant. Gegen das Urteil war eine Berufung möglich.
Ein Kauf in Berlin-Mitte scheiterte im Frühjahr an Preis, an den Sicherheits-Bedingungen und an Parkplätzen. Die BILD berichtete von einer Zwischenlösung: eine Etage in der Innenstadt, angemietet über eine Immobiliengesellschaft der Partei, ohne AfD-Schild an der Tür.
Offiziell sucht die AfD weiter ein Haus für Postadresse, Bundesvorstand und Wahlfeiern.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden