169 Kinder betroffen
Rätsel um mysteriöse Schlafkrankheit in Schweden
In Schweden sorgt bereits seit mehreren Jahren eine mysteriöse Erkrankung von Flüchtlingskindern für Aufregung. Die Kinder spielen nicht, reden nicht und liegen meistens nur rum. Sie sind oftmals inkontinent und reagieren nicht auf physische Reize und Schmerzen. Die Betroffenen fallen in einen komaähnlichen Zustand – sie leiden an einem so genannten Resignationssyndrom oder Rückzugssyndrom.
Ein Kind, das den Weg in Leben zurückgefunden hat, schildert die Krankheit so: „Ich hatte das Gefühl, in einer Glasbox mit zerbrechlichen Wänden im Meer zu sein. Wenn ich spreche oder mich bewegen würde, gäbe es eine Vibration, die das Glas sprengen würde. Das hereinströmende Wasser würde mich töten.“
169 Kinder aus Syrien
Die mysteriöse Schlafkrankheit wurde in Schweden bereits bei 169 Flüchtlingskindern diagnostiziert. Wie die irische Neurologin Suzanne O’Sullivan in einer Studie aufzeigt, handelt es sich dabei um syrische Jesiden, deren Asylgesuch abgelehnt wurde. Kinder anderer Herkunft sind laut der Expertin nicht betroffen. Wissenschaftler gehen deshalb von einer engen Verbindung der Krankheit mit den kulturellen Hintergründen der Betroffenen aus.
O’Sullivan geht davon aus, dass die Krankheit psychosomatisch ist. „Der Körper ist das Sprachrohr des Geistes“. Die Expertin sieht auch einen Zusammenhang mit der Einwanderungspolitik in Schweden. Während viele Flüchtlinge zunächst willkommen geheißen wurden, drehte später die Stimmung im Land. Den Einwand, dass die betroffenen die Krankheit nur vortäuschen wurden, entgegnet O’Sullivan entschieden: Kein Kind würde mehrere Jahre im Bett verbringen
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