Brennende Autos, eingeschlagene Schaufenster und Angriffe auf Einsatzkräfte: In mehreren europäischen Städten sorgen gewaltsame Proteste für Unruhe. Mit Blick auf Halloween wächst nun auch in Österreich die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Aufrufe zu Aktionen und möglichen Ausschreitungen. Die Polizei beobachtet die Entwicklung genau und bereitet sich auf die Nacht von Samstag vor.
Besonders in Oberösterreich sind die Erinnerungen an Halloween 2022 noch präsent. Damals kam es sowohl in Linz als auch in Wels zu heftigen Ausschreitungen. Einsatzkräfte wurden mit Gegenständen beworfen, Pyrotechnik wurde gezündet und es kam zu Sachbeschädigungen. Die Ereignisse lösten eine breite Diskussion über Jugendgewalt, die Dynamik sozialer Medien und die Sicherheit im öffentlichen Raum aus.
Soziale Medien im Fokus der Polizei
Auch heuer verfolgen die Behörden die Online-Aktivitäten aufmerksam. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook können sich Aufrufe innerhalb kurzer Zeit verbreiten. Dabei können aus zunächst kleinen Gruppen rasch größere Menschenansammlungen werden. Ob aus solchen Ankündigungen tatsächlich gewalttätige Aktionen entstehen, lässt sich allerdings nicht automatisch ableiten.
"Die sozialen Medien werden natürlich genau von uns beobachtet, egal ob Instagram, TikTok oder Facebook. Wir haben das im Blick", erklärt Julia Kriegner, Sprecherin der Landespolizeidirektion Oberösterreich gegenüber dem ORF. Ziel sei es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig reagieren zu können.
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Mehr Einsatzkräfte zu Halloween
Für das kommende Wochenende wird die Polizei personell aufgestockt. Die zusätzlichen Kräfte sollen bei Bedarf rasch einschreiten können. Dabei beschränkt sich die Aufmerksamkeit nicht auf die Linzer Innenstadt, sondern umfasst auch das Umland.
In Wels werden ebenfalls verstärkte Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet. Nach Angaben der Stadt sollen Polizei, Ordnungswache und private Sicherheitsdienste vermehrt im Einsatz sein. Damit wollen die Verantwortlichen auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet sein.
Auch vermeintliche Streiche können strafbar sein
Die Behörden richten ihren Blick nicht ausschließlich auf angekündigte Demonstrationen. Auch Sachbeschädigungen, gefährliche Würfe und körperliche Angriffe können rund um Halloween zum Problem werden. Was als Mutprobe oder Streich gedacht ist, kann ernste Folgen haben.
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"Strafrechtliche Konsequenzen beginnen bei Sachbeschädigungen und Körperverletzungen", warnt Kriegner. Entscheidend sei daher, Grenzen einzuhalten und andere Menschen nicht zu gefährden.
In Linz waren zuletzt keine Demonstrationen mit unmittelbarem Halloween-Bezug angemeldet. Das bedeutet jedoch nicht, dass spontane Zusammenkünfte ausgeschlossen sind. Die Polizei will deshalb vorbereitet sein. Ob es tatsächlich zu Ausschreitungen kommt, bleibt offen.
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