Überraschend

Was macht Schellack auf unseren Eiern?

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Wer die Zutatenliste gekochter Eier liest, wird sich über diese Zutat wundern.
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Nicht nur zu Ostern kaufen viele hartgekochte Eier im Supermarkt: Sie sind ein praktischer und proteinreicher Snack, der sich für Ausflüge, Picknicks oder fürs Büro anbietet. Schaut man genauer auf die Verpackung, macht man eine überraschende Entdeckung. Neben Eiern steht da nämlich auch Schellack!

Eine Schicht Lack

Ja, du hast richtig gelesen: Die Eier werden mit Schellack überzogen. Der kommt ja sonst eigentlich nur auf die Nägel und hinterlässt da eine Farbschicht, die bombenfest hält. Um den Lack zu entfernen, reicht ein herkömmlicher Nagellackentferner nicht aus.

Schellack als Schutz

Was macht der Schellack also auf dem Ei? Die Erklärung ist einfach und leuchtet ein: Durch den Kochvorgang wird die natürliche Schutzschicht der Eier, auch Kutikula genannt, zerstört. Dadurch wird die Schale porös und lässt Keime, Bakterien und Luft durch. Die Eier verderben schneller und können austrocknen.

Der Schellack verhindert beides. Er versiegelt die Eierschale luftdicht und macht sie haltbar. Selbst ungekühlt kann man sie wochenlang aufbewahren, ohne dass sie schlecht werden. Gefärbten Eiern verpasst er zudem einen schönen, glänzenden Schimmer.

Und die Gesundheit?

Wer sich jetzt fragt, ob wir mit dem Ei Spuren von Schellack essen, die uns krank machen, kann beruhigt sein: Bei Schellack handelt es sich um ein natürliches Harz, das vollkommen harmlos ist. Oft werden auch Schokolinsen mit Schellack überzogen. In Zutatenlisten von Lebensmitteln findet man ihn unter der Zusatzstoff-Nummer "E 904".

Schellack wird häufig auch Kaugummis, Kaffeebohnen, Tabletten und sogar Zitrusfrüchten zugesetzt.

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