Drei Red-Bull-Stars, zehn Formel-1-WM-Titel und ein Rennen, das keiner von ihnen bisher gewonnen hat. Daniel Ricciardo (37) träumt von einem spektakulären Motorsport-Comeback – und will dafür Max Verstappen (29) und Sebastian Vettel (39) ins Auto holen. Das Ziel: die legendären 24 Stunden von Le Mans. Was zunächst nach einer verrückten Idee klingt, beschäftigt die ehemaligen Teamkollegen offenbar schon länger. Denn Verstappen bestätigte jetzt, dass hinter den Kulissen bereits darüber gesprochen wurde.
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Ricciardo will noch einmal mit Vettel fahren
Seit seinem Formel-1-Aus nach dem Singapur-Grand-Prix 2024 ist es um Ricciardo auf der Rennstrecke ruhig geworden. Der Australier hat seither kein Rennen mehr bestritten. Doch ganz abgeschlossen hat der achtfache Grand-Prix-Sieger mit dem Motorsport offenbar nicht.
Im offiziellen Formel-1-Podcast "Beyond The Grid" sprach Ricciardo über eine mögliche Rückkehr. Eine komplette Rennsaison reizt ihn nicht mehr. Für einen einmaligen Start beim Langstreckenklassiker in Le Mans könnte er sich allerdings noch einmal ins Cockpit setzen.
Seine Wunschbesetzung hat es in sich: Verstappen und Vettel.
"Ich liebe Seb", schwärmte Ricciardo über den vierfachen Weltmeister, mit dem er 2014 bei Red Bull gefahren war. Auch mit Verstappen verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit beim österreichischen Rennstall.
Drei Fahrer aus der Red-Bull-Schule, die zusammen zehn Formel-1-Weltmeistertitel vorweisen können. Eine solche Besetzung würde weit über die Formel 1 hinaus Aufmerksamkeit erregen.
Verstappen: »Er ist ein kluger Mann«
Beim Großen Preis von Mexiko wurde Verstappen am Donnerstag auf Ricciardos Wunsch angesprochen. Der Niederländer reagierte zunächst mit einem Scherz.
"Er ist ein kluger Mann, wenn er mich ins Auto holt", sagte der vierfache Weltmeister.
Dann bestätigte Verstappen, dass die Idee keineswegs erst durch Ricciardos Podcast-Auftritt entstanden war. Die beiden hätten bereits im Hintergrund über einen gemeinsamen Renneinsatz gesprochen.
"Das ist für mich nichts Neues", erklärte der Red-Bull-Star.
Eine Zusage ist das allerdings noch nicht. Verstappen hat zwar mehrfach sein Interesse an Langstreckenrennen erkennen lassen, will sich auf ein solches Projekt aber entsprechend vorbereiten.
Verstappen stellt eine Bedingung
"Wenn ich das mache, will ich es richtig machen und mich sehr gut vorbereiten", stellte der Niederländer klar.
Genau daran könnte das Vorhaben vorerst scheitern. Neben seinen Verpflichtungen in der Formel 1 fehlt Verstappen derzeit die Zeit, um sich intensiv auf einen Einsatz in Le Mans vorzubereiten.
Ein Start beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt wäre für ihn schließlich mehr als eine Showeinlage. Dort wechseln sich drei Fahrer über 24 Stunden in einem Auto ab. Gefragt sind neben Geschwindigkeit vor allem Ausdauer, Konstanz und Erfahrung im Umgang mit dem Verkehr unterschiedlicher Fahrzeugklassen.
Vettel hat bereits einen Le-Mans-Boliden getestet
Während Ricciardo seit 2024 kein Rennen mehr bestritten hat, brachte Vettel bereits konkrete Erfahrung mit einem möglichen Le-Mans-Auto mit.
Der vierfache Weltmeister, der seine Formel-1-Karriere Ende 2022 beendet hatte, testete 2024 einen Hypercar-Prototyp von Porsche. Ein Renneinsatz folgte daraus bislang nicht.
Ob der inzwischen 39-Jährige für das gemeinsame Projekt tatsächlich zur Verfügung stehen würde, ist offen. Ricciardo hat ihn als Wunschpartner genannt, eine Zusage von Vettel liegt nicht vor.
Auch ein Team oder ein konkreter Termin existieren bislang nicht. Fest steht lediglich, dass Ricciardo die Idee öffentlich ins Spiel gebracht und Verstappen frühere Gespräche darüber bestätigt hat.
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