Wie Wolff im 1. Teil verriet, habe sich sein Urlaubstreffen mit Red-Bull-Star Max Verstappen vor Sardinien zufällig ergeben. Die daraus entstandenen Fotos inklusive Wechselgerüchte amüsierten den Mercedes-Boss: "Ich find's immer wieder lustig, worüber sich die Leute den Kopf zerbrechen ...". Trotzdem macht er sich seine Gedanken über Verstappen.
oe24: Glauben Sie, dass Red Bull bis zum nächsten Jahr zurück in die Spur findet und Max Verstappen dann gegen Kimi Antonelli um die WM fährt?
WOLFF: Max ist der außergewöhnlichste Fahrer dieser Generation, er braucht aber auch das Auto und den Motor, um um eine Weltmeisterschaft zu fahren. Er muss der beste Fahrer im besten Auto mit dem besten Motor sitzen.
"Russell macht gerade schwierige Zeit durch"
oe24: Wann sehen Sie Antonelli fahrerisch auf einem Level mit Max Verstappen?
WOLFF: Man kann einen viermaligen Weltmeister nicht mit einem Rookie, der in seinem zweiten Formel-1-Jahr ist und erst etwas mehr als eine Handvoll Rennen gewonnen hat, vergleichen. Man darf Kimi nicht zu viel Druck machen. Auf der anderen Seite kann man nicht hoch genug einschätzen, was er bisher geleistet hat.
oe24: Wie halten Sie George Russell, der zu Saisonbeginn von fast allen Experten als WM-Favorit gehandelt wurde, bei Laune?
WOLFF: Als Underdog hast du es immer ein bisschen leichter. George macht gerade eine wichtige Entwicklung durch, er sieht es als Challenge, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wenn er das schafft, kann auch er um die WM mitfahren. Auch er gehört zu den Besten.
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oe24: Zum Schluss eine private Frage: F1-Urgestein Dr. Helmut Marko attestierte unlängst Ihrem Sohn Jack und Johann, der Sohn von Gerhard Berger, im oe24-Talk ein Riesentalent. Marko lag mit seiner Expertise selten falsch ...
WOLFF: Jack (9 Jahre, d. Red.) und Johann (7) sind zwei ganz kleine Buben, die den ersten Schritt im internationalen Kart-Geschäft machen. Beide fahren in der größten Kart-Kategorie, beide fahren vorne mit, sie schlagen sich wacker und sie performen über den Erwartungen. Einmal schiebt der eine den anderen an und umgekehrt. Mit dem Gerhard hab ich eine gute Zeit: Wir sind mit viel Ehrgeiz unterwegs, aber auch mit einem großen Schmunzler.
oe24: Womit wir endlich bald wieder Österreicher in der Formel 1 haben?
WOLFF: Darüber reden wir in zehn Jahren weiter ...
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