Was viele achtlos in den Restmüll werfen, kann verheerende Folgen haben: Lithiumbatterien und Akkus lösen immer häufiger Brände in Müll- und Recyclinganlagen aus. Die Folgen sind teuer und gefährlich. Allein 2025 verursachten Batteriebrände in der EU geschätzte Schäden von 2,66 Milliarden Euro.
Batteriebrände in Österreich explodieren
Auch Österreich ist betroffen. Die Zahl der öffentlich bekannten Brände in heimischen Abfallbehandlungsanlagen stieg von zehn Fällen in den Jahren 2007/08 auf 147 im Zeitraum 2024/25. Das entspricht beinahe einer Verfünfzehnfachung.
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Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei Lithiumbatterien im Restmüll. Laut einer Erhebung des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) hat sich ihre Zahl innerhalb von zehn Jahren vervierfacht. Mittlerweile landen mehr als acht Lithiumbatterien pro Tonne Restmüll im falschen Abfallstrom.
Schon ein Akku kann einen Großbrand auslösen
Wie gefährlich das ist, zeigt ein Blick auf die Müllfahrzeuge: Ein durchschnittliches Fahrzeug transportiert rund 8,5 Tonnen Restmüll. Darin befinden sich rechnerisch etwa 70 Lithiumbatterien.
Besonders häufig stecken die Akkus in alltäglichen Produkten wie Einweg-E-Zigaretten, Spielzeug, Smartwatches oder Kopfhörern. Werden sie beschädigt oder falsch entsorgt, können sie sich entzünden und Brände auslösen.
Pfand und Verbote sollen helfen
Der VOEB unterstützt deshalb Forderungen nach neuen Maßnahmen. Ein Pfandsystem für besonders brandgefährliche Batterien soll dazu beitragen, dass mehr Akkus getrennt gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Außerdem steht ein Verbot von Einwegprodukten mit eingebauten Batterien auf der Forderungsliste. Dazu zählen etwa Einweg-E-Zigaretten. Auch ein Fonds, finanziert über die Herstellerverantwortung für Batterien und Elektrogeräte, wird vorgeschlagen. Daraus könnten Entsorgungsbetriebe in Brandschutz investieren und beschädigte Anlagen nach Bränden wieder aufbauen.
"Ein Cashback- bzw. Pfandsystem für Batterien, wie es der VOEB schon lange vorschlägt, würde dafür sorgen, dass sie gar nicht erst im Restmüll landen", sagt VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly.
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