Statt der ursprünglich geplanten zehnstündigen Mission mit sechs Erdumrundungen stürzte die größte Rakete der Welt kontrolliert in den Pazifischen Ozean.
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Der Start des Testflugs erfolgte von der unternehmenseigenen Starbase im US-Bundesstaat Texas. Das Einlenken in die Erdumlaufbahn verlief zunächst nach Plan, ehe das Unternehmen die Verkürzung der Flugdauer bekannt gab. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Rakete rund zehn Stunden im All verbleibt und dabei sechsmal die Erde umrundet. Nach knapp drei Stunden kündigte SpaceX jedoch an, die Mission früher als geplant zu beenden und den kontrollierten Sinkflug einzuleiten.
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Ob der frühere Abbruch auf eine technische Abweichung, betriebliche Sicherheitsgründe oder eine bewusst herbeigeführte Testvariation zurückzuführen ist, ließ SpaceX vorerst offen. Im Zentrum der technischen Auswertung steht nun das Verhalten der Systeme während der verkürzten Bahnphase sowie die veränderte Belastung beim Eintritt in die Erdatmosphäre.
Starlink-V3-Satelliten im All ausgesetzt
Neben den flugmechanischen Tests diente die Mission auch als Trägerplattform für die nächste Ausbaustufe des weltweiten Satelliten-Internets. Erstmals sollte Starship neue Starlink-Satelliten der dritten Generation (V3) im Weltraum aussetzen. Nach ersten Rückmeldungen aus der Missionskontrolle verlief das Manöver weitgehend planmäßig.
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Das Starship-Gesamtsystem besteht aus zwei wiederverwendbaren Komponenten, die zusammen eine Höhe von rund 120 Metern erreichen. Nach dem Abheben trennt sich der rund 70 Meter lange Schwerlast-Booster "Super Heavy" von der etwa 50 Meter hohen oberen Stufe, die ebenfalls als "Starship" bezeichnet wird. Beide Stufen sind konstruktiv darauf ausgelegt, nach dem Flug intakt zur Erde zurückzukehren.
Für SpaceX und die US-Raumfahrtbehörde NASA besitzt der Testlauf strategische Bedeutung. Starship soll in Zukunft nicht nur Fracht transportieren, sondern im Rahmen des Artemis-Programms auch Astronauten zum Mond befördern und langfristig Flüge zum Mars ermöglichen. Die Daten aus dem 14. Testflug dienen als wichtige Messpunkte für thermische Belastungen, Materialermüdung und Steuerungssicherheit. Die genaue Auswertung der Telemetriedaten, bei der zunehmend KI-basierte Analyseverfahren für Anomalien zum Einsatz kommen, wird darüber entscheiden, welche Parameter für die kommenden Missionen nachjustiert werden müssen.
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