Weltcup-Auftakt

Scheib & Shiffrin im Duell um die Sölden-Krone

Frische Julia Scheib ist beim Saisonauftakt in Sölden angriffslustig.
© Getty
Endlich wieder Ski-Weltcup – und der erste Showdown hat es gleich in sich. Wenn am Samstag (10 & 13 Uhr/live auf ORF 1) auf dem Rettenbachferner die ersten RTL-Tore der neuen Saison gesteckt werden, ist die Spannung sofort auf Anschlag. Julia Scheib will ihren Riesentorlauf-Thron verteidigen, doch Mikaela Shiffrin bläst zur Aufholjagd.
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Österreichs Ski-Hoffnung gegen den US-Superstar: Schon beim Auftakt am Samstag (ab 10 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) ist für jede Menge Zündstoff gesorgt. Scheib weiß, wie sich der Triumph auf dem Gletscher anfühlt. Vor einem Jahr raste die Steirerin in Sölden zu ihrem ersten Weltcupsieg. Danach legte sie nach: Fünf von zehn Riesentorläufen gewann die heute 28-Jährige und sicherte sich die kleine Kristallkugel. Jetzt ist sie die Gejagte – doch die Konkurrenz sitzt ihr im Nacken.

"Es gibt sehr viele Favoritinnen. Ich habe schon andere gesehen und bin nicht die Einzige, die schnell sein kann", warnt Scheib. Damit der nächste Coup gelingt, hat sie über den Sommer an ihrer Konstanz gearbeitet. Gruppentrainer Martin Sprenger sieht deutliche Fortschritte: "Kein schnellerer Schwung, aber konstanter." Scheib sei früher "sehr fehleranfällig und zu ungestüm" gewesen, habe sich aber "brutal entwickelt". Gerade in Sölden könnte das entscheidend sein. Denn der Rettenbachferner verzeiht kaum Fehler. "Da musst du exakt fahren. Ein Fehler, dann brauchst du ein paar Tore, bis du wieder auf Linie bist", erklärt Scheib.

Shiffrin seit fast drei Jahren sieglos im RTL

Doch während Scheib ihren Thron verteidigen will, lauert Shiffrin auf den Befreiungsschlag. Die US-Amerikanerin hat 110 Weltcupsiege und fünf große Kristallkugeln gesammelt, wartet im Riesentorlauf aber seit Dezember 2023 auf einen Sieg. In Sölden könnte sie gleich zum Saisonstart ein Ausrufezeichen setzen. Auch Camille Rast, Sara Hector und Paula Moltzan wollen im Kampf um den Auftaktsieg mitmischen.

ÖSV mit vier Sölden-Debütantinnen

Stephanie Brunner überzeugte im Training, Nina Astner und Katharina Liensberger fehlen verletzt. Für frischen Wind sorgt Nina Ortlieb, die neu zur Gruppe gestoßen ist. Scheib lobt den Zusammenhalt: "Es ist ein sehr guter Teamspirit." Trainer Sprenger sieht mehr Konkurrenz: "Letztes Jahr haben sie nicht aufgepasst, was Julia macht, heuer passen sie auf und Julia wird gefordert." Neun Österreicherinnen stehen im Aufgebot: Neben Scheib, Brunner, Franziska Gritsch und Ricarda Haaser sind Victoria Olivier (22), Natalie Falch (22), Elena Riederer (21), Valentina Rings-Wanner (21) und Leonie Raich (21) dabei. Falch feiert in Sölden ihr Weltcup-Debüt.

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