Auftritt gestrichen

Rudle entschuldigt sich für Gunkl-Sager

Der österreichische Kabarettist Gerold Rudle hat sich nach heftiger Kritik für seine Äußerungen über seinen Kollegen Günther Paal entschuldigt. Seine Wortwahl sei unangemessen gewesen.
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In einem Radiointerview auf Radio Niederösterreich, bei dem der 63-jährige Künstler sein neues Buch vorstellte, äußerte er sich über den als "Gunkl" bekannten Günther Paal. Er bezeichnete den Kollegen als einen reflektierten, sehr liebenswerten und gescheiten Menschen. Zwar nannte er die vorgeworfene Tat unverzeihlich, warnte jedoch zeitgleich vor schnellen Verurteilungen. In allen Männern schlummere offenbar ein Monster, bei dem man aufpassen müsse, dass es nicht zum Vorschein komme. Paal muss sich im Oktober wegen des sexuellen Missbrauchs eines Mädchens vor Gericht verantworten.

Scharfe Kritik nach Radioauftritt

Die Äußerungen lösten rasch Unmut aus. Das Publikum störte sich an Begriffen wie "liebenswert" sowie an der Aufforderung, weniger zu verurteilen. Rudle ist vielen Österreicherinnen und Österreichern auch durch Auftritte in bekannten TV-Formaten wie "MA 2412" oder "Kaisermühlen-Blues" vertraut.

Öffentliche Reue auf Instagram

Auf der Plattform Instagram bedauerte der Kabarettist seine Aussagen zutiefst und räumte eine unpassende Formulationswahl ein. Er habe spontan gesprochen und kenne Paal schon lange als Kollegen. Er betonte, dass sexueller Kindesmissbrauch durch nichts zu entschuldigen oder zu relativieren sei. Für die Wirkung seiner Worte übernehme er die volle Verantwortung.

Absage einer geplanten Buchlesung

Die Aussagen haben bereits erste Auswirkungen auf Rudles berufliches Umfeld. Eine Wiener Buchhandlung hat eine für kommenden Dienstag geplante Lesung aus seinem Werk "Kotzbrocken" gestrichen. Die Buchhandlung begründete diesen Schritt damit, keine Bühne für die Verharmlosung von Missbrauch zu bieten.

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