Der Vorfall liegt bereits einige Zeit zurück, holt den US-Künstler nun aber mit voller Wucht ein. Am 19. Februar 2023 kam es in einem Nachtclub in der britischen Metropole London zu dramatischen Szenen. Gemeinsam mit seinem Mitangeklagten Omololu "Hoody Baby" Akinlolu geriet Brown mit dem Musikproduzenten Abe Diaw aneinander. Im Zuge des Streits griff der Sänger zu einer Tequilaflasche und setzte diese als Waffe ein.
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Auf Überwachungsvideos, die im Gerichtssaal gezeigt wurden, war deutlich zu erkennen, wie der Musiker seinem Gegenüber zweimal mit der Flasche auf den Kopf schlug. Anschließend attackierte er Diaw weiter mit Schlägen und Tritten, ehe couragierte Begleiter dazwischengingen und Brown von dem Musikproduzenten wegzogen. Browns Verteidigerin Sallie Bennett-Jenkins sprach vor Gericht von einem "hässlichen und unschönen Vorfall", betonte allerdings, dass die eigentliche Attacke nicht länger als 20 Sekunden gedauert habe. Zudem habe der Musiker mittlerweile eine aufrichtige Entschuldigung an sämtliche Anwesenden ausgesprochen.
Das Londoner Urteil im Detail
Die juristische Aufarbeitung des Vorfalls zog sich hin. Ursprünglich war der Sänger wegen schwerer Körperverletzung und des Besitzes einer gefährlichen Waffe angeklagt. Nachdem er im Juni und Juli 2025 auf nicht schuldig plädiert hatte, wurden diese Punkte fallengelassen. Im Juli dieses Jahres bekannte sich Brown schließlich zur Androhung und Anwendung von rechtswidriger Gewalt schuldig.
Die richterliche Entscheidung fiel nun eindeutig aus, bewahrte den Star jedoch vor dem Gefängnis:
- Strafe für Chris Brown: Acht Monate Haft, vollständig ausgesetzt auf zwölf Monate Bewährung.
- Finanzielle Wiedergutmachung: Brown muss 1.500 Pfund (rund 1.790 Euro) bezahlen.
- Mitangeklagter verurteilt: Omololu "Hoody Baby" Akinlolu erhielt vier Monate auf Bewährung.
- Richterliche Mahnung: Richter Tony Baumgartner hielt fest, dass der Einsatz einer Flasche gegen den Kopf hochgefährlich war und gravierende Verletzungen hätte fordern können.
Mildernde Umstände retteten den Musiker
Richter Tony Baumgartner fand bei der Urteilsverkündung deutliche Worte für die Brutalität der Attacke: "Der wiederholte Einsatz einer Glasflasche auf diese Weise, insbesondere mit dem Kopf als Ziel, war eindeutig gefährlich und barg das Risiko, eine schwerere Verletzung zu verursachen, als letztlich entstanden ist."
Dass der Star dennoch nicht hinter Gitter muss, verdankt er einer Reihe mildernder Faktoren. Zu Browns Gunsten wertete das Gericht sein klares Schuldbekenntnis, seine feste berufliche Verankerung sowie sein Engagement für ehrenamtliche Projekte. Obwohl der US-Künstler in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war und einschlägige Vorstrafen hat, sei er in den vergangenen Jahren nicht erneut straffällig geworden.
Konzert-Pause während des Gerichtsprozesses
Die Verhandlung in der britischen Hauptstadt wirbelte auch den Tourplan des Künstlers durcheinander. Aktuell absolviert Brown gemeinsam mit Kollege Usher eine groß angelegte R&B-Konzertreise durch die USA und Kanada. Zuletzt mussten drei Konzerte kurzfristig gestrichen werden.
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Offiziell hieß es vonseiten des Managements, die Termine seien abgesagt worden, um "die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tourgruppe und der Crew in den Vordergrund zu stellen". Tatsächlich überschnitten sich die abgesagten Auftritte jedoch exakt mit Browns Vorbereitungen auf den Gerichtstermin in London. Nun herrscht wieder Klarheit: Am 5. November soll die gemeinsame Mega-Tour im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta fortgesetzt werden.
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