Ilona saß neben Merz

Putins Spionin in Berlin: Anklage!

Putins Agentin kam Kanzler Merz sehr nahe.
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Jahrelang Marketing, Lobbying, feine Empfänge – und laut Anklage ein zweites Leben für Moskau: Die Bundesanwaltschaft hat am 7. September gegen Ilona W. (57) Anklage wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit erhoben. Die Deutsch-Ukrainerin sitzt seit dem 21. Januar in Untersuchungshaft.
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Der schwerwiegende Vorwurf der Justiz eggen Ilona W.: Sie soll einem hauptamtlichen Geheimdienstler in der russischen Botschaft viele Türen geöffnet haben. W. führte in Berlin eine Marketingagentur und einen Lobbyverein für "Völkerverständigung". Damit kam sie an Politiker, Militärs, Rüstungsleute. Spätestens seit Oktober 2023, so die Justiz, lief der Draht zum Mann aus der Botschaft.

Der Spiegel schreibt dazu, hinter der Tarnung als Vizeattaché stecke ein Offizier des Militärgeheimdienstes GRU. W. soll ihm Termine zugespielt und ihm – teils unter falschem Namen – den Eintritt verschafft haben. Das Ziel: ein eigenes Spionage-Netz aufbauen.

Die Angeklagte selbst soll auf den Events Zielpersonen ausgespäht haben, vor allem aus dem Verteidigungsministerium und der Rüstungsindustrie. Im Auftrag des Kontaktmanns wollte sie Infos zur deutschen Verteidigungspolitik und zu Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg.

Agentin saß wenige Meter neben Kanzler

Besonders pikant: Laut Spiegel soll sie beim "NATO-Talk" im Hotel Adlon und beim deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum 2025 nur wenige Meter von Kanzler Friedrich Merz und Präsident Wolodymyr Selenskyj entfernt gesessen haben. Die Bild berichtete schon bei der Festnahme von Erkundigungen zu Drohnentests und geplanten Lieferungen an die Ukraine. Der Verfassungsschutz soll sie dann enttarnt haben.

Die Verteidigung hält den Tatbestand der Agententätigkeit für zu weit ausgelegt. Ob das Gericht die 74 Seiten Anklage zulässt, ist offen. Bis zum Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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