Nur noch ein Zentimeter fehlt auf den damaligen Tiefstwert für Anfang November und damit auf den niedrigsten Wert seit 1965. Zu hoffen sei nun, dass sich der See, aber auch die Salzlacken und der Grundwasserspiegel über den Winter erholen, sagte Christian Sailer, Leiter des Hauptreferats Wasserwirtschaft im Amt der burgenländischen Landesregierung, im Gespräch mit der APA.
Im Vorjahr stand das Wasser im See zur selben Zeit rund 40 Zentimeter höher. Ein halber Meter fehlt auf das langjährige Mittel und fast ein Meter auf den Höchstwert aus 2014. Derzeit entwickle sich der Wasserstand ähnlich wie 2022, meinte Sailer. Wichtig wären Niederschläge. Der Regen der vergangenen Wochen habe jeweils nur wenige Millimeter gebracht und sei für den See zu gering ausgefallen.
Zähe Situation beim Grundwasser
Der Vorteil des Neusiedler Sees sei, dass er schnell auf Niederschläge reagiere und der Wasserstand bei Regen rasch ansteige. Zäher gestalte sich die Lage beim Grundwasser, das sich derzeit ebenfalls im niedrigen Bereich bewege, so Sailer. Der trockene Boden nehme viel Flüssigkeit auf, die dadurch oft gar nicht bis ins Grundwasser gelange. Dieses werde somit nicht entsprechend angereichert.
Vom Niedrigwasser betroffen seien zudem Bäche und Flüsse. Auch sie warten auf Regen. In welchem Ausmaß dieser kommt, sei schwer abzuschätzen, aber: "Die Hoffnung stirbt zuletzt", betonte Sailer.
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