Vor Super-Wahlsonntag

Neues Umfrage-Beben in Deutschland

Frau in rotem Hemd spricht bei einer Veranstaltung mit Mikrofon in der Hand auf dunkler Bühne.
© Getty Images
Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt eine neue Umfrage für eine überraschende Wendung: Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt erstmals seit Längerem wieder vor der AfD. Gleichzeitig zeichnet sich in Berlin ein enges Rennen zwischen Linken und CDU ab
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Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt noch einmal Bewegung in die Umfragen. Besonders spannend ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern: Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 37 Prozent erstmals knapp vor der AfD, die auf 36 Prozent kommt. Im Vergleich zur vorherigen Befragung gewinnt die SPD drei Prozentpunkte hinzu, während die AfD einen Punkt verliert.

Ein Mann spricht mit Mikrofon auf einer AfD-Bühne bei einer Wahlkampfveranstaltung.
© APA/dpa/Jens Büttner

Für die übrigen Parteien ist die Ausgangslage deutlich schwieriger. Die Linke kommt auf neun Prozent, die Grünen erreichen fünf Prozent. Die CDU liegt nur bei sechs Prozent und muss damit ebenso um den Einzug in den Landtag bangen wie das BSW, das bei vier Prozent steht. Die jüngste Befragung wurde vom 14. bis 17. September unter 1.395 Wahlberechtigten durchgeführt. Wie bei allen Umfragen handelt es sich um eine Momentaufnahme und nicht um eine Vorhersage des Wahlergebnisses.

Linke in Berlin vorne

Auch in Berlin zeichnet sich ein knappes Rennen ab. Dort liegen die Linken mit 22 Prozent vor der CDU mit 20 Prozent. Dahinter folgen AfD mit 18 Prozent, Grüne mit 15 Prozent und SPD mit zwölf Prozent. Damit dürfte die Regierungsbildung nach der Wahl kompliziert werden.

Ein Wahlplakat von Die Linke mit Elif Eralp und dem Slogan „für Berlin“, davor fährt ein Radfahrer vorbei.
B © Getty Images

Die Wahlen am Sonntag werden bundesweit aufmerksam verfolgt. Für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz stehen dabei insbesondere die Ergebnisse in den beiden Ländern im Mittelpunkt. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD ein starkes Ergebnis erzielt hatte, gelten die Abstimmungen erneut als wichtiger Stimmungstest für die Bundespolitik.

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