Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert im Vorfeld der am 6. November 2026 in Mellau, Vorarlberg, stattfindenden Landeshauptleutekonferenz schärfere Regeln gegen Jugendgewalt. Strafmündig soll man künftig schon mit zwölf Jahren sein, nicht erst mit 14.
Die Zahl der tatverdächtigen Zehn- bis 13-Jährigen stieg im Vorjahr um 9,4 Prozent auf 13.179. Auch in Niederösterreich gab es zuletzt schwere Fälle, etwa einen Raubüberfall unter Beteiligung einer 13-Jährigen in Wiener Neustadt.
"Schwere Jugendgewalt wird auch in Österreich zunehmend zum Problem. Diese Entwicklung müssen wir ernst nehmen und frühzeitig gegensteuern. Bei jungen, gewaltbereiten Menschen dürfen wir nicht wegschauen. Und wer diese Regeln bricht, muss mit Konsequenzen rechnen", betont Landeshauptfrau Mikl-Leitner.
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Eltern in die Pflicht nehmen
In Niederösterreich gilt bereits eine Mitwirkungspflicht für Eltern. Wer bei der Integration seiner Kinder nicht mithilft, muss mit Strafen von bis zu 2.500 Euro rechnen. "Denn aus den Integrationsproblemen von heute dürfen nicht die Sicherheitsprobleme von morgen werden."
Zusätzlich brauche es eine klare Handhabe gegen junge Intensivtäter: "Wer mit zwölf oder dreizehn Jahren schwere Gewalttaten begeht, kann derzeit strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das ist das falsche Signal. Für die Opfer macht es keinen Unterschied, ob der Täter 13 oder 14 Jahre alt ist. Es geht nicht darum, Kinder ins Gefängnis zu stecken, sondern ihnen klare Grenzen aufzuzeigen."
Ihr Fazit: "Wer alt genug ist, schwere Verbrechen zu begehen, ist auch alt genug für die Konsequenzen."
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