Der 24-jährige Mann hatte am Samstag aus einem Auto heraus wahllos auf Passanten auf dem Marktplatz der zweitgrößten Stadt Polens geschossen.
Zu seinem Motiv gibt es keine Klarheit. Er soll nach ersten Erkenntnissen "sehr radikale Ansichten" vertreten haben, wie Polens Innenminister Marcin Kierwinski sagte. Es gebe Anzeichen dafür, dass er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse.
51-Jährige aus dem Bezirk Gänserndorf
Besonders brisant: Unter den Todesopfern befindet sich auch eine 51-jährige Niederösterreicherin aus dem Bezirk Gänserndorf, die mit ihrem Mann gerade auf Urlaub in Polen war. Ihr Ehemann überlebte den Angriff, wurde dabei allerdings verletzt. "Besonders nahe geht uns diese abscheuliche Tat, weil auch einer Niederösterreicherin das Leben genommen und ihr Ehemann verletzt wurde. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und allen Angehörigen der Opfer. Ihnen gilt mein tief empfundenes Mitgefühl", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).
"Tief schockiert" zeigte sich auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Er sprach auf X von einem "brutalen Terroranschlag" und ortete "einen feigen Überfall auf unschuldige Menschen". Er sei "zutiefst erschüttert".
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Gedenkmesse findet heute noch statt
Von den sechs Todesopfern stammten vier aus Polen, eins aus Großbritannien, eine Frau sei Ausländerin, teilte die Polizei PAP zufolge mit. Das Alter der Toten lag nach Angaben der Woiwodschaft Kleinpolen zwischen 32 und 61 Jahren.
Fünf Personen aus Deutschland, Großbritannien, Portugal, Österreich und Russland seien verletzt worden. Zudem wurden mehrere Droschkenkutscher schwer verletzt.
Indes begann in Polen eine zweitägige Staatstrauer. Heute, 16 Uhr fidnet die Gedenkmesse in der St.-Anna-Kirche, ul. św. Anny 11. Der Termin wurde wegen der laufenden Ermittlungsarbeiten von der Marienkirche dorthin verlegt. Kardinal Grzegorz Ryś leitet die Messe.
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