"Kontrolle verloren"

Kopftuch-Verbot: FPÖ schießt gegen Kanzler Stocker

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst
Zwei Wochen nach dem Start des Kopftuch-Verbots für Schülerinnen unter 14 Jahren meldete sich Christian Stocker mit einem klaren Statement. Die FPÖ schießt scharf gegen den Bundeskanzler zurück.
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In einem Video betont Stocker, dass Mädchen in Österreich frei aufwachsen sollen. "Hier geht es nicht um Religion, sondern um den Schutz der Mädchen", so Stocker.

"Und wenn Eltern ihren minderjährigen Töchtern das Kopftuch aufzwingen, ist Österreich nicht das richtige Land für sie. Unsere Regeln gelten für alle, die in diesem Österreich leben. Und wenn sie nicht eingehalten werden, dann muss man mit Konsequenzen rechnen."

Nach rund zwei Wochen sind österreichweit etwa 80 Verstöße bekannt. Allein in Wien wurden 55 Fälle registriert.

Die FPÖ reagiert in Form von Generalsekretär Michael Schnedlitz auf die Worte Stockers: "Wer ist seit fast vierzig Jahren durchgehend Teil der Bundesregierung? Wer hat es durch eine völlig falsche Asyl- und Einwanderungspolitik zu verantworten, dass sich der Islam-Anteil in Österreich innerhalb weniger Jahrzehnte vervielfacht hat, in Wiener Pflichtschulen mittlerweile rund vierzig Prozent der Schüler Muslime sind und es überhaupt ein Kopftuchverbot an österreichischen Schulen braucht, genauso ein Verbot des politischen Islam?"

"Und wem tanzen zwölfjährige Jugendgangs und Kinder rund um das Kopftuchverbot auf der Nase herum? Die Österreicher kennen die Antwort und lassen sich von den Stockers, Karners und Co nicht täuschen: Das ist die ÖVP! Und schuld ist eine Showpolitik, die nicht mal mehr Zwölfjährige ernst nehmen", heißt es von der FPÖ weiter.

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