Studie klärt auf

KI-Stromhunger: TU Wien hat Lösung

Innenraum eines Rechenzentrums.
© Google - Kronstorf
Der Energiehunger von KI-Rechenzentren steigt weltweit so rasant, dass Betreiber teils auf fossile Kraftwerke ausweichen, weil bestehende Stromnetze nicht ausreichen. Ein Forschungsteam der TU Wien hat analysiert, wie sich der Trend besser mit der Energiewende vereinbaren lässt.
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Studienautor Reda El Makroum erklärt zur Standortwahl der Betreiber: "Entscheidender ist für viele Unternehmen: Wo ist das Netz gut ausgebaut? Wo kann man möglichst schnell einen passenden Netzanschluss bekommen?"

Die Forschenden ziehen daraus eine zentrale Schlussfolgerung: Rechenzentren müssen sich dem Stromnetz anpassen – nicht umgekehrt.

Flexibilität ist der Schüssel

Das kann gelingen, indem rechenintensive Aufgaben wie das KI-Training flexibel in Zeiten verschoben werden, in denen viel erneuerbare Energie verfügbar ist. Durch spezielle Verträge könnte die Leistung der Rechenzentren bei Netzüberlastung zudem vorübergehend gedrosselt werden. Laut einer Modellstudie in den USA würde dies nur maximal 35 Stunden pro Jahr betreffen.

Mehr Transparenz nötig

Zugleich brauche es mehr Transparenz, so El Makroum: "Wichtig wäre auch eine bessere Datenlage zum Stromverbrauch der Rechenzentren. Um die Netzinfrastruktur gut planen zu können, müsste man besser wissen, wie sich der Stromverbrauch verändert."

Abschließend müsse sichergestellt werden, dass die lokale Bevölkerung nicht auf den Kosten für den nötigen Netzausbau sitzen bleibt. Durch verbindliche Vereinbarungen und die kommunale Nutzung der Abwärme können Rechenzentren künftig ein positiver Teil eines nachhaltigen Energiesystems werden.

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