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Kampf gegen Krakau-Killer: Polizist wird zum Helden

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Ein Polizist stoppte gemeinsam mit einem Kollegen den Schützen von Krakau – und wurde dabei selbst schwer verletzt. Die dramatischen Bilder seines Einsatzes gehen um die Welt.
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Krakau (Polen) – Dramatische Aufnahmen zeigen den Moment, in dem sich ein Polizist dem mutmaßlichen Attentäter mit gezogener Waffe entgegenstellt. Der 24-jährige Schütze hatte zuvor auf dem Krakauer Marktplatz wahllos auf Menschen gefeuert. Als die Beamten ihn stoppen wollten, eröffnete er auch auf sie das Feuer.

Die beiden Polizisten ließen sich davon nicht aufhalten und stellten den Angreifer. Einer der Beamten wurde dabei schwer getroffen. Auf einem Video ist zu sehen, wie er nach dem Schusswechsel neben dem am Boden liegenden Täter in die Knie sackt und offenbar versucht, seine Blutung zu stoppen.

Einer der Beamten wurde dabei schwer getroffen. © X

"Wahre Helden": Tusk würdigt Beamte

Polens Ministerpräsident Donald Tusk würdigte die beiden Polizisten als "wahre Helden". Sie hätten vermutlich zahlreiche Menschenleben gerettet und dabei ihr eigenes Leben riskiert. Laut dem polnischen Polizeipräsidenten lagen zwischen dem ersten Notruf und dem Eingreifen der Beamten nur rund drei Minuten.

Ein Mann mit ernster Miene sitzt vor blauem Hintergrund mit unscharfer Schrift.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk würdigte die beiden Polizisten als "wahre Helden". © APA/AFP/WOJTEK RADWANSKI

Beide Polizisten mussten operiert werden. Am Sonntag gab es vorsichtig positive Nachrichten: Sie waren aus dem künstlichen Koma erwacht. Ihr Zustand wurde weiterhin als ernst beschrieben.

Auch Niederösterreicherin unter den Todesopfern

Der Anschlag forderte sechs Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Unter den Getöteten ist auch eine österreichische Staatsbürgerin aus Niederösterreich. Ihr Ehemann wurde ebenfalls verletzt. Das bestätigte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Sonntag.

Drei weitere Menschen – die Eltern und die Schwester des mutmaßlichen Schützen – wurden in dessen Haus tot aufgefunden. Damit gibt es insgesamt neun Todesopfer. Die polnischen Behörden ermitteln wegen einer terroristischen Straftat. Der mutmaßliche Täter soll von rechtsextremen Ideologien fasziniert gewesen sein.

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