Zuhörer empört

Kabarett-Kollege Rudle schockt mit Gunkl-Sager im ORF-Radio

Mann steht mit ausgebreiteten Armen in einem leeren, rot gepolsterten Theatersaal.
© Facebook
Ein Gespräch im Radio Niederösterreich nahm am Donnerstag eine überraschende Wende. Kabarettist Gerold Rudle schockierte Hörer mit Aussagen über seinen Kollegen Günther Paal, der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt wird.
OE24 auf Google bevorzugen

In der Morgenshow sprach Gerold Rudle über seinen Roman mit dem Titel "Kotzbrocken". Das Werk handelt von einem älteren Kabarettisten auf der Suche nach Liebe. Während des Treffens kam Rudle unaufgefordert auf die Anklage gegen Günther Paal zu sprechen.

Irritierende Worte im Radio

Rudle stellte klar, dass sein Buch nichts mit dem aktuellen Fall zu tun habe. Danach brach er eine Lanze für den Angeklagten und bezeichnete Günther Paal persönlich als einen reflektierten, gscheiten und liebenswerten Menschen. Seine Taten nannte er zwar absolut unverzeihlich, meinte jedoch auch, dass man weniger verurteilen sollte.

Heftige Kritik

Nach den Äußerungen entwickelte sich im Netz rasch Empörung. Viele Hörer zeigten sich schockiert über die Aussagen im ORF-Sender. Zahlreiche Menschen forderten eine klare Distanzierung und fragten nach dem Mitgefühl für das Opfer. Kritisiert wurde zudem, dass das Gespräch nach Musikpausen einfach fortgesetzt wurde.

Anklage gegen bekannten Künstler

Gegen Günther Paal liegt seit Mittwoch eine nicht rechtskräftige Anklage vor. Dem 64-Jährigen wird ein einmaliger sexueller Übergriff auf ein unmündiges Kind vorgeworfen. Zudem wurden auf seinem Computer fast eintausend Dateien mit Kindesmissbrauchsmaterial entdeckt. Die Ermittlungen kamen nach einer Selbstanzeige ins Rollen, nachdem Paal laut Berichten von zwei Frauen erpresst worden sein soll.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden