Schock-Video
JP Kraemer: Jetzt drohen bis zu 10 Jahre Haft!
Am Freitag verließ Julia Meck in Begleitung ihres Rechtsanwalts Ali Mojab das Amtsgericht Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Nach intensiven Aussagen vor dem Richter, die hinter verschlossenen Türen stattfanden, sickerten brisante Neuigkeiten aus dem Justizgebäude durch. Die Staatsanwaltschaft hat laut BILD den Druck auf den ehemaligen Moderator der TV-Sendung "PS-Profis" deutlich erhöht und leitet weitere rechtliche Schritte ein. Ein Sprecher der zuständigen Behörde bestätigte die Ausweitung des Ermittlungsverfahrens mit den Worten: "Wir prüfen, ob es weitere Vorfälle gegeben hat."
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Die Vorwürfe
Im Kern der Vorwürfe stehen detaillierte Schilderungen einer Ehe, die von wiederkehrender häuslicher Gewalt gezeichnet gewesen sein soll. Julia Meck gab zu Protokoll, dass ihr Ehemann sie im Laufe der Beziehung wiederholt geschlagen, gewürgt und unter ständige Kontrolle gestellt habe. Kraemer selbst hatte in der Vergangenheit bereits eingeräumt, seine Noch-Ehefrau geschlagen und ihr eine Kette vom Hals gerissen zu haben. Zugleich verteidigte er sich öffentlich mit der Gegendarstellung, es habe auf beiden Seiten Gewalt gegeben, wobei die Schläge gegen ihn "ein Vielfaches stärker und halt auch mehr" gewesen seien.
Überwachungsvideo erhärtet Tatverdacht
Den entscheidenden Impuls für die Verschärfung des Verfahrens lieferte die Veröffentlichung eines Überwachungsvideos vom 23. November 2024, das sich auf Kraemers Werkstattgelände in Dortmund abspielte. Die exakt 22 Sekunden lange Sequenz dokumentiert einen harten körperlichen Übergriff auf dem Hof: Kraemer packt seine Frau mit ausgestrecktem Arm am Hals und stößt sie weg. Kurz darauf geht er erneut auf sie zu, greift mit beiden Händen nach ihrem Hals, drängt sie gegen eine Wand, fasst ihr in die Haare und stößt sie nochmals von sich weg.
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Der Internet-Star selbst hatte die Echtheit der Aufnahmen in einem eigenen Statement-Video bestätigt und seine Handlungen als "falsch" und "nicht zu entschuldigen" bezeichnet. Mehr noch: Kraemer gestand vor laufender Kamera ein, dass dies kein Einzelfall war: "Das Traurige ist, von diesen Situationen gab es welche, auf jeden Fall." Für die Staatsanwaltschaft wiegen diese Sequenzen schwer, weshalb das Verfahren nun formell auf den Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung ausgeweitet wurde.
Bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe drohen
Das Gesetz sieht für gefährliche Körperverletzung eine harte Strafandrohung vor: Der reguläre Strafrahmen reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Haft, während in minderschweren Fällen Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und fünf Jahren verhängt werden können. Sollten die Ermittlungsbehörden nach Prüfung aller Fakten zu einem hinreichenden Tatverdacht gelangen, folgt die offizielle Anklageerhebung und damit ein öffentlicher Strafprozess vor Gericht. Eine Verurteilung hätte zwingend eine Vorstrafe zur Folge, wobei eine Haftstrafe je nach Strafmaß noch zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.
Besondere Brisanz liegt in der Auswertung von Kraemers eigenen Veröffentlichungen. Die Justizbehörden ziehen seine YouTube-Rechtfertigungsvideos als Beweismittel heran und werten das Eingeständnis der Übergriffe im strafrechtlichen Sinne faktisch wie ein Geständnis, auch wenn dies ein Urteil nicht vorwegnimmt. Rechtsanwalt Ali Mojab lobte nach dem Vernehmungstermin die Entschlossenheit seiner Mandantin: "Meine Mandantin hat sich zu den Vorfällen und den Vorwürfen gegen JP geäußert und ausführliche Angaben gemacht. Ihr Mut sollte anderen Frauen ein Beispiel sein."
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