Türkisblaues Meer, versteckte Sandbuchten und luxuriöse Villen: Die französische Mittelmeerinsel Cavallo gilt als Rückzugsort für Superreiche, Prominente und Adelsfamilien. Doch künftig sollen auch mehr gewöhnliche Urlauber Zugang zu den Stränden bekommen. Die Gemeinde Bonifacio will die Insel zugänglicher machen – und liegt deshalb mit den bisherigen Hafenbetreibern im Streit.
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Cavallo liegt nur rund drei Kilometer vor der Südspitze Korsikas und umfasst etwa 110 Hektar. Seit Jahrzehnten verbringen wohlhabende Gäste dort ihren Urlaub, häufig mit der eigenen Jacht. Auch ein Fünf-Sterne-Hotel steht Besuchern offen. Tagesausflüge sind dagegen bislang nur eingeschränkt möglich, weil viele Wege zu den Buchten über private Grundstücke führen.
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Öffentlich zugänglich
Dabei müssen Strände in Frankreich grundsätzlich öffentlich zugänglich sein. Bürgermeister Jean-Charles Orsucci möchte deshalb erreichen, dass Urlauber die Küste leichter zu Fuß erreichen können. Bereits 2023 hatte der Gemeinderat entsprechende Schritte beschlossen, die bisher jedoch nicht umgesetzt wurden.
Ein wichtiger Schritt folgte Ende Juni 2026: Die Gemeinde übernahm die Verwaltung des Hafens. Die bisherigen Betreiber bestreiten allerdings, dass ihre Konzession bereits ausgelaufen sei. Sie berufen sich auf einen Vertrag, der ihrer Ansicht nach bis Mai 2028 gilt. Der Streit beschäftigt inzwischen die Gerichte.
Ein Massentourismus-Ziel soll Cavallo dennoch nicht werden. Eine öffentliche Shuttleverbindung vom korsischen Festland ist vorerst nicht geplant. Auch Privatgrundstücke bleiben tabu.
Der Hafen ist saisonal geschlossen und soll nach aktuellem Beschluss am 1. Mai 2027 wieder öffnen. Ob dann auch Tagesgäste leichter zu den Traumstränden gelangen, hängt von den weiteren rechtlichen Entscheidungen ab.
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