Konzert ohne Megahit

Helge Schneider hielt Wien am Schmäh

Ein Mann im blauen Anzug spricht gestikulierend in ein Mikrofon auf einer Bühne.
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Musik- und Gag-Feuerwerk im Wiener Konzerthaus. Am Mittwoch präsentierte Helge Schneider seine neue Show "Ellebogen vom Tich!" und begeisterte damit 1.800 Besucher. Auch ohne "Katzenklo".
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"Auf dem Balkon steht ein Kasten Bier. Ich trinke daraus, denn du bist nicht hier. Du bist weg, denn ich sagte etwas Falsches zu dir. Ich sagte zu dir: hau ab, du alte Sau!"

Ein Mann im blauen Anzug singt auf einer Bühne und hält ein Mikrofon.
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Wenn Helge Schneider in Wien ein Liebeslied anstimmt, dann muss man mit allem rechnen. Auch mit einer Schluss-Pointe "Komm zurück. Komm zurühühühck - Mutter!" Einer von unzähligen Gags, die am Mittwoch 1.800 Besucher im Wiener Konzerthaus die Tränen in die Augen trieb. Mit der neuen Show "Ellebogen vom Tich!" lieferte Helge, unterstützt von dreiköpfiger Band und einem eigenen Teekoch (!), wieder perfekt pointierte Unterhaltung.

Ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse ja sowieso, denn man muss ein Instrument bis zur Virtuosität beherrschen, ehe man sich damit auch an Spompanadeln wagen kann. Helge, gerne vorschnell als Brachial-Komiker abgetan, zeigte sich dabei ein Großmeister. Egal ob an Klavier, Panflöte, Trompete, die er auch mit einer Affen-Handpuppe bediente, Saxophon, Vibrafon oder Conga - er spielt einfach alle Register, die des Humors ja sowieso.

Zwischen Schenkelpracker-Hits wie "Tanz auf dem Vulkan" („Das hab ich für Howie Kaiser geschrieben. Der ist leider nicht da. Liegt daheim mit Fußpilz.“), "Die Trompeten von Mexico" oder "100.000 Rosen" streute er immer wieder ebenso bizarre wie ausufernde Geschichten ein.

Zwei Männer auf einer Bühne, einer im blauen Anzug, einer in roter Uniform, reichen sich die Hand.
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Von Louis Armstrong („Der Lover meiner Oma. Beide kifften.“), von Separatisten-Kühen und von seinen angeblichen Abenteuern in Brasilien zwischen Piranhas („die Hooligans des Amazonas“), Amöben, Anakondas und Schabrackentapiren.

Ein älterer Mann im Anzug spielt lächelnd Klavier auf einer Bühne.
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Dazu gab‘s Anlehnungen an Mozart, Beethoven, Berthold Brecht und sogar "Oh Tannenbaum", eine verbale Verbeugung vor dem Wiener Publikum („Ich war sehr zufrieden mit euch!“) und pubertäre Gags: "Gämsehaut - am Sack!" Nur der größte Hit blieb aus. Doch auch ohne "Katzenklo" war das Wiener Publikum froh.

Am Donnerstag gibt‘s die Wien-Zugabe im Konzerthaus. Am Freitag hält Helge das Brucknerhaus in Linz am Schmäh und 2027 legt er mit der "ersten großartigen Abschiedstournee" "Der letzte Versuch" nach.

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