Der Grazer AK hat das historische 1.000. Bundesliga-Spiel seiner Vereinsgeschichte gründlich in den Sand gesetzt. Im Steiermark-Derby der 11. Runde erlebten die Rotjacken in der heimischen Merkur Arena vor eigenem Publikum ein kolossales Debakel und unterlagen dem bärenstarken TSV Hartberg krachend mit 0:4. Während das Team von Trainer Gerald Scheiblehner in allen Belangen unterlegen war und nun seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg wartet, schoben sich die bravourös aufspielenden Gäste aus der Oststeiermark auf Tabellenrang fünf vor.
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Doppelpack von Hoffmann schockt den GAK vor der Pause
Die Hartberger – mit der laut Sky-Angaben jüngsten Startelf der Bundesliga-Historie (im Schnitt knapp unter 23 Jahre) angetreten – machten von der ersten Minute an mächtig Druck. Bereits in der 12. Minute staubte Marco Hoffmann artistisch per Ferse nach Vorarbeit von Angelo Gattermayer zur verdienten Führung ab. Der Schock bei den Hausherren saß tief: Hoffmann legte nach einem Slalomlauf von Magnus Dalpiaz nach und erzielte mit seinem achten Saisontor das 2:0 (25.). Graz hatte kurz vor der Pause Pech bei einem Lattenschuss von Debütant Petar Markovic. Wermutstropfen für den TSV: Kapitän Paul Komposch schied nach einem harten Foul früh mit Verdacht auf eine schwere Beinverletzung aus.
Feldhofer und Pines-Eigentor besiegeln die Grazer Demütigung
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Einbahnstraßen-Bild in der Merkur Arena nicht. Nach einer sehenswerten Doppelpass-Aktion erhöhte Nikolaus Feldhofer (63.) per Flachschuss auf 3:0 und feierte mit Hartberg den höchsten Liga-Saisonsieg der Spielzeit. Nur drei Minuten später lenkte GAK-Verteidiger Donovan Pines (66.) den Ball per Kopf kurios ins eigene Netz zum 0:4-Endstand. Nach 14 Gegentoren in den jüngsten drei Heimspielen skandierten die bedienten Grazer Fans auf den Rängen lautstark: "Wir haben die Schnauze voll!"
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