Kroatien

Giftigster Fisch der Welt in Adria

Ein Hasenkopf-Kugelfisch mit schwarzen Punkten liegt auf einer steinigen Oberfläche.
© facebook/Dražen Puškaš
Ein Angler hat bei Rijeka einen Hasenkopf-Kugelfisch gefangen. Die invasive Art enthält Tetrodotoxin und gilt beim Verzehr als lebensgefährlich.
OE24 auf Google bevorzugen

Bei Rijeka machte Dražen Puškaš am Dienstag einen ungewöhnlichen Fang. Eigentlich wollte der erfahrene Angler Barrakudas und Tintenfische aus der Adria holen. Stattdessen hing plötzlich ein Kugelfisch an seinem Haken.

Ein Hasenkopf-Kugelfisch mit schwarzen Punkten liegt auf einer steinigen Oberfläche.
Der Hasenkopf-Kugelfisch © facebook/Dražen Puškaš

Ungewöhnlicher Fang an Haken

"Will ihn jemand haben", schrieb Puškaš auf Facebook zu einem Foto und Video des zunächst unscheinbaren Fisches. Bei genauerem Hinsehen wurde klar: Es handelte sich um einen Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus).

Puškaš reagierte laut "Kleine Zeitung" vorsichtig. Weil er unbekannte Fische grundsätzlich nicht mit bloßen Händen angreife, entfernte er den Köder mit einer Zange. Danach fotografierte er den Fang und suchte online nach der Art. Der Fisch soll rund 1,5 Kilogramm schwer gewesen sein.

Fisch enthält starkes Nervengift

Der Fund ist brisant: Der Kugelfisch enthält Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift. Der Verzehr gilt als lebensgefährlich. Beim normalen Schwimmen besteht demnach aber keine akute Gefahr.

Die Art stammt ursprünglich aus dem Indischen und Pazifischen Ozean. Über den Suezkanal gelangte sie ins Mittelmeer, wo sie sich seit Jahren weiter ausbreitet.

In Griechenland gab es im Sommer bereits Warnungen, außerdem wurde dort eine Prämie für den Fang der invasiven Tiere ausgelobt.

Kugelfisch erreicht Kvarner Bucht

Auch in der Adria taucht der Kugelfisch immer öfter auf. Der erste offizielle Nachweis stammt aus dem Jahr 2012 aus der Gegend von Dubrovnik. Später wurde die Art weiter nördlich beobachtet.

Der Fang bei Rijeka zeigt nun, dass der Kugelfisch auch in der Kvarner Bucht angekommen ist.

Fund wird wissenschaftlich untersucht

Puškaš übergab den Fisch schließlich an Mitarbeiter des Naturkundemuseums Rijeka. Dort soll der Fund wissenschaftlich untersucht werden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden