Für tot gehalten

Frau (70) lebendig im Sarg gefangen

© Getty Images
Eine 70-jährige Frau aus China wurde für tot gehalten und in einem gekühlten Sarg aufgebahrt. Doch mehr als 24 Stunden später hörten ihre Angehörigen plötzlich ein leises Stöhnen. Als sie den Sarg öffneten, zeigte die Frau wieder Lebenszeichen.
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Der ungewöhnliche Fall ereignete sich in einem Dorf in der nordchinesischen Provinz Hebei. Die 70-Jährige litt laut chinesischen Medien seit mehr als zehn Jahren an einer Hirnthrombose. Zudem war sie an Krebs erkrankt, der bereits Metastasen gebildet hatte.

Ärzte teilten der Familie demnach mit, dass es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit mehr gebe. Die Angehörigen brachten die Frau deshalb zurück in ihr Heimatdorf, um sie dort zu pflegen.

Am Abend des 8. September glaubte die Familie schließlich, keine Lebenszeichen mehr feststellen zu können. Die Frau wurde für tot gehalten und in einen gemieteten Kühl-Sarg gelegt.

Damit sollten der Körper und die Umgebung für einige Tage kühl gehalten werden, bis weitere Angehörige aus anderen Orten eintreffen und Abschied nehmen konnten. Eine solche Aufbahrung wird in ländlichen Regionen Chinas praktiziert.

Plötzlich hören Angehörige ein Stöhnen

Mehr als 24 Stunden später bemerkten die Angehörigen plötzlich ein leises Geräusch aus dem Sarg. Sie öffneten ihn – und stellten fest, dass die 70-Jährige wieder Lebenszeichen zeigte.

Die Frau wurde sofort aus dem Kühlsarg geholt. Nach Angaben eines Verwandten war sie bis zum 11. September zumindest zeitweise bei Bewusstsein und konnte die Augen öffnen. Essen und Trinken konnte sie allerdings nicht.

Ihr Zustand blieb äußerst kritisch. Wenige Tage später starb die Frau schließlich. Am 13. September wurde sie in ihrem Heimatdorf beigesetzt.

Möglicher Scheintod

Bekannt wurde der Fall zunächst durch einen Beitrag eines Angehörigen auf der chinesischen Kurzvideoplattform "Douyin". Darin hieß es, eine Verwandte sei nach einem Tag im Kühlsarg "wieder zum Leben erwacht".

Fachleute ordneten den Vorfall als möglichen Scheintod ein. Dabei können Atmung und Herzschlag so schwach sein, dass sie für Laien kaum wahrnehmbar sind.

Zur sicheren Feststellung des Todes gelten medizinische Kriterien. Dazu gehören unter anderem die Kontrolle des Pulses an der Halsschlagader, die spontane Atmung, Pupillenreaktionen, Anzeichen von Sauerstoffmangel und ein EKG.

In chinesischen sozialen Netzwerken wurde der Fall auch mit traditionellen Trauerbräuchen diskutiert. Dabei verwiesen einige Nutzer auf die Praxis, Verstorbene mehrere Tage im Haus der Familie aufzubahren, bevor die Beisetzung erfolgt.

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