Nations League
Eklat vor Österreich-Spiel: Irland-Trainer schießt gegen Israel
Israel steht im Mittelpunkt eines heftigen Streits – ausgelöst durch Irlands Teamchef Heimir Hallgrímsson. Seine Aussagen sorgen in Israel für Empörung und bringen plötzlich auch abseits des Rasens ordentlich Brisanz in die ÖFB-Nations-League-Gruppe
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»Spielen gegen Völkermord«
Hintergrund: Bei der Kaderbekanntgabe der Iren wurde Hallgrímsson gefragt, wie schwierig es für seine Spieler angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten sei, sich in den kommenden Wochen voll auf den Fußball zu konzentrieren. Seine Antwort fiel deutlich aus und ließ wenig Raum für Interpretationen. "Wir spielen nicht mit Völkermord, wir spielen gegen Völkermord. Wir spielen gegen Israel, wir spielen nicht mit Israel."
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Israel denkt über UEFA-Beschwerde nach
Damit war der Eklat perfekt. Der israelische Fußballverband reagierte umgehend und attackierte den 59-Jährigen scharf. Hallgrímssons Aussagen seien Ausdruck von "Dummheit, Ignoranz und Heuchelei", hieß es in einer Stellungnahme. Gleichzeitig kündigte sich bereits der nächste Schritt an: Israel erwägt eine Beschwerde bei der UEFA.
Der Ire selbst zeigte unterdessen keinerlei Anzeichen dafür, seine Kritik zurückzunehmen. Vielmehr verwies Hallgrímsson erneut auf eine Aussage aus dem vergangenen Jahr. Schon damals hatte er hinterfragt, warum Russland nach dem Angriff auf die Ukraine von FIFA und UEFA ausgeschlossen wurde, Israel wegen des Vorgehens in den palästinensischen Gebieten aber weiterhin an internationalen Bewerben teilnehmen darf.
Und plötzlich ist Österreich mittendrin
Für das ÖFB-Team kommt der Wirbel zur Unzeit – oder besser gesagt: unmittelbar vor dem eigenen Auftakt. Denn Israel ist Österreichs erster Gegner in der Nations League. Am Donnerstag geht es in Linz ab 20.45 Uhr um die ersten Punkte.
Während Rangnick seine Mannschaft auf den sportlichen Start einschwört, liefert der Gegner also bereits vor dem Anpfiff Schlagzeilen. Und auch danach bleibt die Brisanz bestehen: Israel trifft am 27. September im ungarischen Debrecen auf Irland, ehe weitere Duelle in dieser intensiven Länderspielphase folgen.
Österreich selbst will sich davon nicht ablenken lassen. Für Rangnick und seine Spieler zählt am Donnerstag einzig das Geschehen auf dem Rasen. Doch eines steht schon vor dem ersten Pfiff fest: Diese Nations League beginnt für das ÖFB-Team mit einem Gegner, um den es bereits gehörig kracht. Und damit ist die Brisanz rund um den Auftakt in Linz schon vor dem Anpfiff enorm.
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