Nur wenige wissen es

Das bedeutet das rätselhafte N-Symbol auf dem Handy

Smartphone zeigt Google-Suchleiste und Statusleiste mit aktiviertem NFC-Symbol.
© Privat
Viele Smartphone-Nutzer wundern sich über ein seltsames, stilisiertes N-Symbol, das plötzlich in der Statusleiste ihres Handys auftaucht.
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Dabei handelt es sich um eine äußerst praktische Funktion, die den Alltag erleichtert und keinesfalls ignoriert werden sollte.

Was steckt hinter dem mysteriösen Zeichen?

Wer ein Android-Gerät besitzt, hat das Zeichen bestimmt schon einmal auf seinem Display bemerkt. Das Symbol steht für die Technologie NFC, was die Abkürzung für "Near Field Communication" (auf Deutsch: Nahfeldkommunikation) ist. Diese Funktechnologie ist keineswegs neu, sondern gehört bereits seit Jahren zum Standard in fast allen modernen Smartphones. Während Android-Geräte diese Funktion schon sehr früh integrierten, ist sie bei iPhones seit dem iPhone 7 fest verbaut. NFC ermöglicht einen sicheren und extrem schnellen Datenaustausch über sehr kurze Distanzen von nur wenigen Zentimetern.

Der größte Vorteil dieser Technologie liegt in ihrer Effizienz. Da die Datenübertragung nur bei einer physischen Annäherung der Geräte stattfindet, verbraucht die Funktion kaum Energie. Das schont den Akku Ihres Handys im Vergleich zu dauerhaft aktiviertem Bluetooth oder WLAN erheblich. Zudem gilt die Verbindung durch die geringe Reichweite als besonders abhörsicher, da sich potenzielle Angreifer direkt neben dem Gerät befinden müssten.

Eine Person zahlt mit einem iPhone per NFC an einem kontaktlosen Terminal.
© Getty Images

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Alltag

NFC ist im modernen Leben allgegenwärtig, auch wenn viele Nutzer sich dessen gar nicht bewusst sind. Die bekannteste Anwendung ist zweifellos das mobile und kontaktlose Bezahlen an der Supermarktkasse. Dienste wie Google Pay, Apple Pay oder Samsung Wallet nutzen die Nahfeldkommunikation, um die Kredit- oder Bankomatkarte virtuell an das Bezahlterminal zu übertragen. Zur zusätzlichen Absicherung müssen diese Vorgänge meistens durch biometrische Merkmale wie den Fingerabdruck, die Gesichtserkennung oder die Eingabe einer PIN bestätigt werden.

Doch die Technologie kann noch weitaus mehr als nur das Geldbörserl zu ersetzen:

  • Schnelle Gerätekopplung: Bluetooth-Lautsprecher, Kopfhörer oder smarte Haushaltsgeräte lassen sich durch einfaches kurzes Aneinanderhalten blitzschnell mit dem Handy verbinden.
  • Digitale Visitenkarten: Kontaktdaten und Dokumente können ohne langes Suchen direkt von Smartphone zu Smartphone übertragen werden.
  • Automatisierung durch NFC-Tags: Kleine, programmierbare Aufkleber mit integrierten NFC-Chips können im Haushalt oder im Auto platziert werden, um vordefinierte Aktionen auf dem Handy auszulösen.

So aktivieren und steuern Sie die Funktion auf Ihrem Handy

Die Aktivierung der Funktion unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Smartphone-Betriebssystemen. Bei Android-Geräten wie beispielsweise den Google-Pixel-Modellen wird das aktive NFC durch das markante "N"-Symbol am oberen Bildschirmrand angezeigt. Bei Samsung-Geräten hingegen ist das Symbol oft nur in den Schnelleinstellungen sichtbar, wenn man die Statusleiste nach unten zieht. In den Android-Einstellungen lässt sich die Funktion unter dem Menüpunkt "Verbindungen" oder "Drahtlos & Netzwerke" jederzeit mit einem einfachen Schieberegler ein- und ausschalten.

Apple-Nutzer hingegen werden ein solches Symbol auf ihrem Display vergeblich suchen. Beim iPhone ist die NFC-Funktion dauerhaft im Hintergrund aktiv und lässt sich vom Nutzer nicht manuell deaktivieren. Apple steuert die Freigabe der Schnittstelle streng im System, um maximale Sicherheit bei der Nutzung von Apple Pay zu gewährleisten.

Sicherheits-Check: Wie sicher ist die Technologie wirklich?

Aufgrund der extrem kurzen Übertragungsdistanz von maximal vier Zentimetern ist NFC im Alltag sehr sicher. Ein unbemerktes Ausspähen von sensiblen Daten im Vorbeigehen ist technisch nahezu unmöglich. Dennoch raten Experten zur Vorsicht bei unbekannten NFC-Tags im öffentlichen Raum. Ähnlich wie manipulierte QR-Codes auf Werbeplakaten könnten auch präparierte NFC-Sticker auf unseriöse Webseiten leiten oder Schadsoftware aktivieren. Wer diese Risiken minimiert, hat mit NFC jedoch einen genialen und sicheren Alltagshelfer direkt in der Hosentasche.

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