House of Banksy

Banksy-Ausstellung kommt mit 150 Motiven nach Wien

Ein großer, rot-goldener Elefant steht in einem prunkvoll dekorierten, klassisch eingerichteten Raum.
© Dominik Gruss
Mehr als 150 Banksy-Motive kommen nach Wien. Ab 23. Oktober ist in der METAStadt die neue Ausstellung "House of Banksy Wien" zu sehen. Die Österreich-Premiere zeigt bekannte Arbeiten des geheimnisvollen Street-Art-Künstlers, aber auch jüngere Werke.
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Die Schau ist eine Weiterentwicklung von "The Mystery of Banksy", die von Oktober 2022 bis April 2023 im Studio F der Wiener Stadthalle mehr als 100.000 Besucher anzog. Die beiden Ausstellungsformate waren mittlerweile an 41 Standorten in zwölf Ländern zu sehen und erreichten nach Angaben der Veranstalter zusammen mehr als vier Millionen Menschen. Für die METAStadt wurde nun eine eigene Inszenierung entwickelt.

Zu sehen sind Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke. Dabei handelt es sich großteils um eigens angefertigte Reproduktionen und nicht um Originalwerke. Die Ausstellung ist von Banksy selbst nicht autorisiert. Laut Veranstalter sind rund 80 Prozent der gezeigten Motive im Original heute kaum oder gar nicht mehr öffentlich zugänglich, weil sie entfernt, zerstört, übersprüht oder verkauft wurden.

"Wir wollen so die Werke und vor allem die Message hinter jeder seiner Aktionen und Arbeiten der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen", erklärt Produzent Oliver Forster. Eine Ausstellung dieser Größenordnung ausschließlich mit Originalen sei nicht möglich.

Kunst zwischen Politik und Provokation

Zwei Bilder mit einem Mädchen und einem roten Ballon, eines teils geschreddert im Bilderrahmen.
Schredder-Kunst für 19 Millionen Euro versteigert. © COFO Entertainment

Inhaltlich spannt die Schau den Bogen über zahlreiche gesellschaftliche und politische Themen, mit denen sich Banksy in seinen Arbeiten beschäftigt. Dazu zählen Krieg, Flucht, Kapitalismus, Überwachung, Klimawandel und Polizeigewalt. Auch Werke aus jüngerer Vergangenheit werden aufgegriffen. 2022 sorgte Banksy etwa mit mehreren Arbeiten in der Ukraine für Aufsehen, 2024 tauchte in London eine Serie von Tiermotiven auf. Ende April 2026 bestätigte der Künstler eine neue Statue im Zentrum Londons als eigenes Werk.

Banksy-Graffiti mit Kindern in einem halben Boot und dem Text "We're all in the same boat".
Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Ausstellung reproduziert und zusammengetragen. © Dominik Gruss

Wer hinter Banksy steckt, ist weiterhin nicht zweifelsfrei geklärt. Seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt dennoch seit Jahren Millionenpreise. Den bisherigen Auktionsrekord hält "Love is in the Bin", das 2021 für 18,5 Millionen Pfund versteigert wurde. Dabei handelt es sich um jenes Werk, das sich drei Jahre zuvor unmittelbar nach einer Versteigerung teilweise selbst geschreddert hatte.

Zwei Ausstellungen in der METAStadt

Bereits eine Woche vor dem Banksy-Start eröffnet am 16. Oktober nebenan "Bubble Planet Wien". Das Erlebnismuseum kommt ebenfalls erstmals nach Österreich und erstreckt sich über rund 1.700 Quadratmeter. Geplant sind unter anderem LED-Welten, Ballonlandschaften, optische Täuschungen und Virtual-Reality-Elemente. Für beide Ausstellungen wird auch ein gemeinsames Tages-Flexticket angeboten.

Für "House of Banksy" sind regulär Zeitfenster-Tickets vorgesehen. Die Aufenthaltsdauer in der Ausstellung ist nicht begrenzt. Zusätzlich werden Flex-Tickets ohne fixe Uhrzeit angeboten. Im Eintritt ist auch eine Multimedia-Führung enthalten, die über das eigene Smartphone abgerufen werden kann. Die Ausstellung ist barrierefrei, die Texte werden auf Deutsch und Englisch angeboten.

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