Formel 1
Antonelli widmet Titel seinem Opa: "Er wäre stolz auf mich"
Als Kimi Antonelli am Sonntag in Mexiko-Stadt über die Ziellinie fuhr und den WM-Titel fixierte, brachen bei dem neuen Formel-1-Rekordchampion alle Dämme. Noch im Cockpit, Tränen in den Augen und mit verschwommener Sicht durch zwei Ferraris hindurch, überkam den Mercedes-Jungstar die pure Welle der Emotionen. "Ich glaube, ich habe zwei Sekunden verloren, weil ich schon geweint habe. Ich konnte nicht mehr klar sehen!", schilderte er bewegt.
"Nessum dorma" als Auslöser
Ein ganz bestimmter Moment sorgte für den endgültigen Dammbruch: Im Funk lief "Nessun dorma" gesungen von Luciano Pavarotti, das früher immer sein verstorbener Großvater gehört hatte. Der Opa, der seinen Weg von den frühesten Kart-Tagen an begleitet hatte, war in diesem historischen Augenblick im Herzen ganz nah bei ihm. "Es war sehr emotional für mich, weil es ein Lied war, das mein Großvater immer gehört hat. Daher war es so besonders zu hören – ich denke, er wäre sehr stolz auf mich."
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Im Fahrerlager setzte sich die Welle der Rührung nahtlos fort. Neben seinen Eltern fiel Antonelli auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff in die Arme, der nach harter Aufbauarbeit und schlaflosen Nächten ebenfalls den Tränen nahe war.
Im Kreis seiner Liebsten, des verstorbenen Opas gedenkend und von Konkurrenten wie Lewis Hamilton und Max Verstappen beglückwünscht, wurde dieser WM-Titel zu einem der menschlichsten und berührendsten Momente der Sportgeschichte.
So titelte die "La Gazzetta dello Sport": "Kimi Antonelli, der Bambino-Champion, der die Formel 1 verzaubert hat - indem er sich selbst treu blieb."
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