Kursänderung

5.000 Kreuzfahrt-Gäste landen statt in der Karibik in Kanada

Das Kreuzfahrtschiff „Oasis of the Seas“ liegt im Hafen von Barcelona am Pier.
© Jeffrey Greenberg/Universal Imag
Eine Kreuzfahrt mit dem Ziel Bahamas nahm eine völlig unerwartete Wende: Über 5.000 Passagiere landeten wegen stürmischen Wetters im kühlen Kanada. Die Enttäuschung an Bord war groß.
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USA. Die "Oasis of the Seas" legte am 18. Oktober in New Jersey ab. Geplant war eigentlich ein einwöchiger Urlaub in der Karibik. Doch nur ein halber Tag vor der Abreise erfuhren die Gäste, dass das Schiff stattdessen Kurs auf den kalten Norden nach Halifax in Nova Scotia nehmen werde. Ein Sturm hatte die Verlegung der Route erzwungen. Die plötzliche Änderung brachte viele Menschen in Bedrängnis, da sie keine Kleidung für die kalten Temperaturen eingepackt hatten. Zudem wurde den Passagieren mitgeteilt, dass sie das Schiff im Hafen nicht verlassen durften.

Chaos bei der Reisevorbereitung

Besonders schwer traf es Gäste, die von weiter her angereist waren. Sie hatten vor dem Abflug keine Zeit mehr, ihre Koffer auf winterliche Kleidung umzupacken. Die US-Schauspielerin Mikayla Iverson (31) teilte ihren Unmut auf Instagram direkt nach der Landung am Flughafen Newark. In ihrem Video erklärte sie, dass die Familie zwölf Stunden vor dem Ablegen von der neuen Route erfuhr. Sie betonte, dass sie nicht die passende Kleidung für Nova Scotia dabei hatten und die ganze Woche an Bord bleiben mussten.

Frust bei kanadischen Gästen

Auch für Reisende aus Kanada war die Wendung eine Enttäuschung. Laut "NY Post" war etwa Nicholas Meli aus Toronto mit seiner Familie sieben Stunden nach New Jersey gefahren, um an Bord zu gehen. Er äußerte seine Unzufriedenheit darüber, dass ihn die Fahrt direkt zurück in seine Heimat führte, obwohl er eigentlich in die Bahamas wollte.

Entschädigung und Zweckoptimismus

"Royal Caribbean" zahlte den betroffenen Gästen Bargeld und stellte Reisegutscheine als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten aus. Eine Anfrage der Tageszeitung "NY Post" ließ die Reederei unbeantwortet. Einige Urlauber versuchten dennoch, das Beste aus der Situation zu machen. Dwayne Hicks aus Philadelphia rief seine Mitreisenden dazu auf, nicht frustriert zu sein sondern die Reise trotzdem zu genießen. Auch Jim Matthews aus New Jersey zeigte sich dankbar, nahm die Lage gelassen und stellte fest, dass Halifax eine schöne Stadt sei.

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