Trotz klarer Favoritenrolle tat sich Red Bull Salzburg bei Schwarz Weiß Bregenz schwer und gewann am Ende nur knapp mit 3:2. Zwischen Wacker Innsbruck und der WSG Tirol wurde es ein Elfmeter-Krimi.
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Der LASK war von Beginn an im Fahrersitz, drängte durchgehend auf den Treffer, aber kassierte aus vier Rieder Chancen drei Tore. Yusuf Maart eröffnete den Torreigen (36.), Kiese Thelin stellte sogar auf 2:0 (48.). Auf den Linzer Ausgleich durch Joao Tornich (51.) folgte der erneute Zwei-Tore-Abstand durch Maart (77.).
Die Drangphase von Dietmar Kühbauers Team sollte sich aber auszahlen. Robert Ljubicic besorgte den Anschlusstreffer (85.), ehe Xavier Mbuyamba mit einem schönen Distanzschuss in der letzten Sekunde in die Verlängerung rettete (90.+3).
Usor traumhaft zum Erfolg
Auch dort spielte nur der LASK, die Wikinger hatten aber dennoch wieder eine große Chance auf die Führung – beinahe die einzige an diesem Abend, die sie nicht nutzten.
Der LASK ließ sich das Momentum aber nicht mehr nehmen. Moses Usor tänzelte sich in den Strafraum und zirkelte mit links ins Kreuzeck (112.)! Spätestens jetzt war Ried gebrochen.
Samuel Adeniran (120.) machte im Konter den Deckel drauf, auch wenn Ried durch Philipp Pomer sogar noch einmal rankam (120.+1).
Bullen müssen bis zum Schluss kämpfen
Dabei gingen die Bullen nach nur zwei Minuten durch Karim Konate in Führung. Auch danach drückte der Favorit auf den Treffer.
Doch die Gastgeber konnten einen Nadelstich setzen und trafen sehenswert durch Genta Omotehara (33.). Noch vor der Pause stellte das Team von Danny Röhl aber den Abstand wieder her.
Yorbe Vertessen schob zum 2:1 ein (43.). Nach der Pause schien nach dem Tor von Stefan Lainer (57.) alles entschieden, doch diesmal fand Bregenz sofort eine Antwort via Matheus Muller Cecchini (59.).
Erstmals zwei Gegentore in Österreich
Dank starker Kondition und viel Wille der Vorarlberger konnten die Salzburger den Deckel nicht draufmachen, ziehen aber dennoch ins Viertelfinale ein.
Kleines Trostpflaster: In der Bundesliga konnte noch kein Team den Bullen zwei Gegentore einschenken!
Wacker bietet Bundesligist die Stirn
Mehr Probleme mit einem Club aus der zweithöchsten Spielklasse hatte die WSG Tirol im Derby bei Wacker Innsbruck, die Wattener siegten erst nach Verlängerung 4:3 (2:2, 1:1, 1:1).
Mehr noch als Bregenz hatte sich Wacker Innsbruck Hoffnungen gemacht. Doch vor ausverkauftem Haus und rund 16.000 Zuschauern am Tivoli geriet der Traditionsclub gegen den in der Hauptstadt wenig beliebten Rivalen schnell in Rückstand.
Husein Balic (5.) brachte die WSG, die ihre Ligaspiele vor meist schütter besetzten Rängen ebenfalls am Tivoli bestreitet, in Front. Wacker ließ sich davon aber nicht beirren, schaffte den schnellen Ausgleich durch Luis Gstrein (16.) und bereitete den Favoriten echte Schwierigkeiten.
Drei Elfer-Paraden von WSG-Goalie
In der zweiten Hälfte steigerte sich Wacker, angetrieben vom eigenen Anhang, weiter und lieferte der WSG einen offenen Kampf. In der Verlängerung schien dieser nach dem Treffer von Thomas Sabitzer (110.) verloren zu sein, ehe Gabriele Biancheri die Hausherren mit dem neuerlichen Ausgleich belohnte (116.).
Im Elferschießen hatte Bright Owusu im sechsten Versuch Wackers Triumph vor Augen, traf aber nur Aluminium. Im Gegenzug entschied WSG-Goalie Salko Hamzic mit seiner dritten Parade im Finale die Partie.
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