Wut-Gäste beschimpfen Gastronomen

Shitstorm gegen Wirte wegen Sperrstunde

von
Kellner
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Mehrzahl der Gäste reagiert mit Unverständnis auf Silvester-Stornierungen.
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Wien. Seit Montag gelten neue Corona-Beschränkungen der Regierung. Die Sperrstunde wurde von 23 auf 22 Uhr vorverlegt. Lokale müssen auch an Silvester früher schließen. Beim Großteil der Gäste stößt das auf Unverständnis, das die Wirte zu spüren bekommen. Sie sind verbale Zielscheiben der wütenden Gäste.

Beschimpfung. Ein Kellner des Szenelokals Zum Schwarzen Kameel, der anonym bleiben möchte, klagte über zornige Gäste: „Ich werde permanent beschimpft und angeschrien. So etwas habe ich in 20 Jahren als Kellner noch nicht erlebt!“ Vielen Gästen gefällt die Sperrstunde nicht: Gerade an Silvester wollen sie Tische, die nach 22 Uhr reserviert wurden und wieder storniert werden mussten, früher buchen. Doppelbuchungen seien aus Platzmangel jedoch unmöglich.

Den Ärger der Wut-Gäste über die Corona-Beschränkungen, die die Regierung erlässt, bekommen Wirte und Kellner dann ab.

Diskussion. Gastronom Alexander Batik (Kleinod) empfindet die Corona-Beschränkungen als mühsam: „Gäste muss man höflich bitten zu gehen.“ Jedoch wolle keiner als Erster nach Hause: „Jeder will bis zur ­letzten Minute bleiben und konsumieren.“ Man bekomme Gäste daher schwer aus Lokalen raus.

Unverständnis. Luigi Barbaro Jun. (Regina Margherita) klagt an: „Wir müssen ständig Diskussionen über die Sperrstunde führen. Ist Alkohol im Spiel, umso schwieriger und mühsamer.“

Umsatzverlust. Wirt Manuel Schmidt (Dresdnerhof) beklagte den Umsatzverlust durch die Sperrstunde: „Wir haben bis zu 70 % Umsatzverlust. Mehr als die Hälfte meiner Gäste hat für Silvester storniert.“ Man dränge Gäste in private, unkontrollierte Bereiche, die eigenen vier Wände. Dabei sei die Gastronomie durch 2-G-Regelung besser kontrollierbar. „99 % der Gäste zeigen Unverständ­nis. Viele sind wütend!“

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