Lügengebilde

Josef F. erzählte oft von "heiler Familie"

Josef F. erzählte oft von "heiler Familie"
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Fritzls perfides Doppelleben: Er hielt seine Tochter im Verliesgefangen – und erkundigte sich nach ihr bei Wahrsagern.
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Insider
Seit Schwägerin Christine, zugleich Tante des Verlies-Opfers Elisabeth, die von ihrem Vater 24 Jahre lang in einen Keller gesperrt und zum Inzest gezwungen wurde, in einem ÖSTERREICH-Gespräch ihr Schweigen brach, melden sich auch andere Wegbegleiter des Ehepaares Fritzl zu Wort. Darunter Leopold Stütz, Vizebürgermeister von Lasberg (OÖ), bei dem der Horror-Vater mit Ehefrau Rosemarie oft zu Besuch und mehrmals sogar auf Urlaub war.

Der langjährige Freund: „Auf mich wirkte der Sepp als intelligenter und erfolgreicher Mann. Auffallend war, dass er gern über die heile Familie sprach, aber mit seinen Kindern sehr hart umging. Ein Fingerschnippen reichte – und die Kleinen waren im Bett. Er hat auch immer betont, dass ihm Ausbildung und Beruf über alles gehen.“

Lügen
Zugleich hielt Fritzl seine Tochter Elisabeth und drei seiner Inzest-Kinder ohne jede Chance auf Sozialisation und Schulbildung im Keller gefangen. Schütz im Rückblick: „Wenn wir ihn nach der Liesl gefragt haben, sagte er, dass sie die Interpol sucht. Und aus Sorge sei er sogar schon bei einer Wahrsagerin gewesen.“

Auch der Maurer Walter L. (64) und seine Frau Brigitte haben die Fritzls gut gekannt: „Ich habe in seinem Haus viele Umbauten gemacht“, erzählt der Mann, „bezahlt hat er pünktlich – aber im Keller werkte nur er.“ Nachsatz seiner Frau: „Vergiss nicht: Zur Rosi war er immer schiach. Die hat er behandelt wie einen Hund.“

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